"Uns geht es um die Emotionen"

Manuela Müllner (l.) und Edith Schuller haben ein Armband entwickelt, das helfen soll, den Corona-Mindestabstand einzuhalten.
  • Manuela Müllner (l.) und Edith Schuller haben ein Armband entwickelt, das helfen soll, den Corona-Mindestabstand einzuhalten.
  • Foto: baden-media.at
  • hochgeladen von Elisabeth Schmoller-Schmidbauer

Zwei Oberwaltersdorferinnen erfinden Bluetooth-Armband zur Erleichterung des Abstandhaltens.

OBERWALTERSDORF. Wenn Manuela Müllner über ihre Erfindung spricht, dann geht es viel um Emotionen und "positive Gefühle". "Denn bei Corona ist so viel mit Angst verbunden, das wollten wir verhindern", sagt Müllner. Mit "wir" meint Müllner sich selbst und ihre Partnerin Edith Schuller. Gemeinsam haben sie das Armband "feelfri" erfunden, eine Alltagshilfe um den Corona-Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern zu anderen Personen einzuhalten.
"Es funktioniert ganz simpel", erzählt Manuela Müllner. "Es ist ein Armband, das man auch als Halsband oder Schlüsselanhänger tragen kann, das gelb aufleuchtet sobald sich jemand, der ebenfalls so ein Gerät trägt, auf eine Distanz von eineinhalb Meter nähert. Gleichzeitig vibriert es." Die Geräte seien via Bluetooth miteinander verbunden, es funktioniere indoor ebenso wie outdoor, aber auch durch Fenster hindurch. Wichtig sei es ihr und ihrer Partnerin gewesen, dass es hier nicht um einen Alarm sondern einer Erinnerung gehe: "Wir wollen das Thema positiv aufladen, darum leuchtet es in einem warmen Gelb und gibt kein akustisches Signal."

"Gibt es noch nicht"

Müllner und Schuller kommen beruflich beide aus dem sozialen Bereich und arbeiten mit Kindern. "Wir haben an einem neuen Konzept zur Kinder-Betreuung gearbeitet, als der erste Lockdown kam. Damit wurde das Thema mit dem Mindestabstand schlagend und wir haben überlegt, wie wir das einfach lösen können, dass Kinder den Abstand einhalten", erzählt Manuela Müllner. "Und wir sind davon ausgegangen, dass es bereits irgendeine Uhr oder Armband gibt, die ein Signal geben können, wenn man sich zu nahe kommt." Doch nach kurzer Recherche stellten die zwei Geschäftspartnerinnen fest: "Am Markt gab es aber noch gar nichts in die Richtung, wie wir uns das vorstellten."

"Haben uns ausgelacht"

Über die TU Wien und TU Graz kamen sie dann in Kontakt mit der deutschen Firma Localino, mit der sie das Armband dann entwickelten. "Wir haben davor wochenlang herumtelefoniert und die Firma Localino war die erste, die die Idee spannend fand", meint Müllner rückblickend. Der Unterschied zu anderen Lösungen am Markt: "Wir wollen eine gesamtgesellschaftliche Lösung - die anderen Anbieter fokussieren sich eher auf Unternehmen und dergleichen."
Ihr Blick sei jedoch ein anderer, wie Müllner betont: "Uns geht es um den Kunden und darum, es attraktiv für die Nutzer zu machen." Und wieder sei der positive Zugang wichtig: "Jeder kann sein Armband selbst schmücken, es gibt Folien für das Display zum Aufkleben, damit kann man es personalisieren. Frei nach dem Slogan: Gib der Distanz mehr Herz!" Das soll die Nutzer auch verbinden. Zielgruppe seien natürlich Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene. Zahlreiche Vorbestellungen für die erste Serie gebe es bereits, Ende Dezember soll dann der offizielle Verkauf starten. "Dann starten wir auch mit unserem Online-Shop!"

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