Wenn Wasser zur Gefahr wird

Eines der schlimmsten Hochwasser 1965.
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  • Eines der schlimmsten Hochwasser 1965.
  • Foto: Heimatmuseum Ebreichsdorf
  • hochgeladen von Elisabeth Schmidbauer

Hochwasser gab es immer wieder entlang der Piesting, eines der schlimmsten geschah im Jahr 1965.

STEINFELD. Wasser ist überlebensnotwendig für Mensch und Natur. Es bietet Lebensraum und Kraft, die für die Wirtschaft genutzt werden kann. Gewässer können aber auch zur Gefahr für Mensch und Tier werden, wie im Fall eines Hochwassers. Entlang der Piesting gab es im Laufe der Geschichte immer wieder Hochwassergeschehnisse.

Historisches Hochwasser

"Eines der stärksten Hochwasser gab es 1965 an der Piesting", so Josef Strommer vom Heimatmuseum Ebreichsdorf. Damals trat die Piesting über das Ufer und der Hochwasserschutzdamm in Ebreichsdorf barst. Der Wasserstand in der Gemeinde erreichte dadurch bis zu einen Meter. "Schlimm waren nicht nur die Piestingüberschwemmung sondern auch die Folgeerscheinungen, wie Kellerüberschwemmungen, Brunnenverunreinigungen, starkes Ansteigen des Grundwasserspiegels", so Strommer. Entschädigungen gab es damals keine. Den Schaden musste jeder selbst bezahlen.

Hochwasserschutz

Als Konsequenz wurde die Hochwasserschleuse neu errichtet und die Gemeinde stellte ein Budget für die Regulierung und Sanierung des Flusses bereit. Dabei allein ist es jedoch freilich nicht geblieben. "Wir arbeiten seit langem intensiv am Hochwasserschutz", sagt der Ebreichsdorfer Bürgermeister Wolfgang Kocevar. "Dann ist ein wichtiges Projekt gerade in der Endphase: Der Hochwasserschutzdamm entlang der B210, das muss nur noch eingereicht werden und dann wird damit begonnen." Kostenpunkt: 1,6 Millionen Euro, davon trage die Gemeinde zehn Prozent, 90 Prozent übernehmen Land und Bund. Außerdem werde der Fluss regelmäßig saniert und es wurde ein Grobrechen errichtet. "Der befindet sich bei der Kurve an der B210 und soll Schwemmgut, Äste und Bäume auffangen, damit es zu keinen Verklausungen kommt", so Kocevar.

Hochwasser 2014

Dass der Hochwasserschutz ein wichtiges Thema ist, zeigten auch die Überschwemmungen im Jahr 2014. Damals kam es im Mai einige Tage lang zu starkem Niederschlag. Die Einsatzkräfte waren damit praktisch durchgehend im Einsatz. Ein Damm in Ebreichsdorf brach, Rückhaltebecken mussten errichtet und Sickerbecken ausgepumpt werden. Durch die anhaltenden Regenfälle und damit steigenden Grundwasserpegel standen Keller unter Wasser und Bäche traten über Ufer. Nach einigen Tagen entspannte sich die Lage dann zunehmend. Trotzdem bleibt auch heute noch die Gefahr im Fall starken Regens bestehen. "Denn die Piesting ist grundsätzlich ein Hochwasser führender Fluss", so Kocevar. "Und wenn die Piesting übergeht, führt das auch zu Überschwemmungen weiterer Bäche, wie dem Kalten Gang."

Eines der schlimmsten Hochwasser 1965.
2014 kam es ebenfalls zu Überschwemmungen.
Autor:

Elisabeth Schmidbauer aus Steinfeld

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