Amtsgeschäfte in weiblicher Hand

Großramings Amtsleiterin Hermine Riegler mit Bürgermeister Leopold Bürscher (re.) und ihrem Vorgänger Ernst Leichinger (li.). Foto: Privat
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  • hochgeladen von Sabine Thöne

Das Gemeindeamt ist seit Anfang Oktober in weiblicher Hand. Die langjährige Gemeinde-Mitarbeiterin Hermine Riegler (48) hat die Geschäfte übernommen.

GROSSRAMING (sth). Für Bürgermeister Leopold Bürscher war Hermine Riegler „die logische Nachfolgerin“ von Gemeindeamtsleiter Ernst Leichinger, der die Amtsgeschäfte dreißig Jahre lang regelte. Die Bestellung Rieglers hat der Gemeinderat im Mai einstimmig beschlossen. „Sie ist bestens für die Übernahme dieses verantwortungsvollen Aufgabengebiets vorbereitet“, betont der Ortschef.

Riegler war bereits seit zehn Jahren stellvertretende Gemeindeamtsleiterin.
Dass sie in eine Männerdomäne eindringt, ist Hermine Riegler klar, und sie kennt auch den Grund für die geringe Frauenquote auf dieser Beamtenebene. „Die Tätigkeit ist kein 40-Stunden-Job und lässt sich für viele Frauen mit Kindern nicht vereinbaren“, erklärt die Mutter zweier erwachsener Töchter.

Die Amtsleitung der 107 Quadratkilometer großen, 2760 Einwohner zählenden Gemeinde ist für die gebürtige und überzeugte Großramingerin keine trockene Materie. „Man hat sehr viel mit den Bürgern zu tun, mit Menschen von Institutionen und Behörden“, erzählt sie. Immer wieder sprechen Bewohner wegen der unterschiedlichsten Anliegen vor. Hermine Riegler ist mit ihren sieben Gemeindeamts-Mitarbeitern bemüht, rasch, korrekt und bürgerfeundlich zu helfen.

Rieglers Ziel ist es, die Nationalparkgemeinde als „innovative, moderne Gemeinde“ zu präsentieren. „Für mich ist Großraming eine attraktive Wohn- und Freizeitgemeinde“, sagt die neue Gemeindeamts-Chefin. Eine Herausforderung für die Zukunft seien mehr Wohnungen, speziell für junge Leute, Arbeitsplätze und Baugründe, sagt sie. Eines der nächsten Projekte ist die Neugestaltung der Gemeindezeitung, die für viele Bürger eine wichtige Informationsquelle darstellt.

Die Verwaltung straffen
Eines der Hauptanliegen Rieglers ist eine transparente, straffe Verwaltung. So soll es ab 2012 eine Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Maria Neustift in Sachen Standesamtswesen geben. Den Grundstein dafür legte Hermine Riegler selbst mit ihrer 100-seitigen Bachelor-Arbeit an der Fachhochschule Linz. Zum Thema „Interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Personenstands- und Staatsbürgerschaftswesens“ analysierte sie unter anderem den Ist-Stand in beiden Gemeinden.

Ständige Weiterbildung
Hermine Riegler ist ein Musterbeispiel für ständige Weiterbildung. Sie begann im Juli 1994 als Teilzeit-Angestellte im Gemeindedienst. 1997 legte sie die Berufsreifeprüfung an der Handelsakademie ab. Nach und nach folgten die Gemeindebeamten- und die Standesbeamten-Prüfung. Berufsbegleitend hat sie von 2004 bis 2006 Jus in Linz studiert.
Ab 2008 absolvierte sie an der Fachhochschule (FH) Linz das Bachelor-Studium „Sozial- und Verwaltungsmanagement“, das sie heuer im Juli mit Auszeichnung abschloss. Aus Interesse an Weiterbildung begann sie im September an der FH Linz das zweijährige Masterstudium „Public Management“. Sie will damit ihre Führungs- und Management-Fähigkeiten weiter vertiefen.

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