Weihnachten für Kinder mit dem Jahresfestkreis Losenstein
Brigitte Kieweg gibt Anregungen, wie man den Advent trotz Pandemie kindgerecht in die Familien bringt

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Brigitte Kieweg vom Seelsorgeteam Losenstein hat vor etwa 12 Jahren zusammen mit dem Kinderliturgie-Team in der Pfarre Losenstein mit dem Jahresfestkreis begonnen - ein Modell, das von Kiewegs Schwester, Anni Ruschka, und Anita Nussmüller in der Diözese St. Pölten entwickelt worden ist. Der Jahresfestkreis soll Kinder von 3 bis 8 Jahren auf die großen Kirchenfeste im Jahr vorbereiten. Es geht darum, dass die Kinder gemeinsam mit ihren Bezugspersonen das jeweilige Kirchenfest mit allen Sinnen erleben. Ein jedes Kind kommt - egal wie alt es ist - mit einer erwachsenen Begleitperson - sei es Mama, Papa, Oma oder auch ein großes Geschwisterchen.

Kirchenfeste mit allen Sinnen erleben
So ein Jahresfestkreis beginnt mit dem Kreis-Treffen, das mit einem immer gleichen Lied anfängt. Dort werden die jeweiligen Feste gemeinsam erarbeitet. Dann folgen bis zu 14 Stationen bei denen gebacken, gemalt, gebastelt und erspürt wird.
Zu Allerheiligen wurde beispielsweise bei der ersten Station ein Allerheiligen-Striezel gebacken. Bei einer weiteren durften die Kinder die Attribute der Heiligen - bei Petrus wäre das der Schlüssel - in Senfkörnern ertasten. Die Heiligen werden im Jahresfestkreis mit einem bunten Glasfenster verglichen: "Denn Heilige sind die Menschen, durch die Licht in die Kirche kommt", so Kieweg.

Advent in Zeiten der Pandemie stimmungsvoll gestalten
"Dieses Weihnachten sieht es momentan so aus, als ob wir die Kreistreffen heuer nicht halten können..." gibt die engagierte Seelsorgerin zu bedenken. Trotzdem sind aus derzeitiger Sicht 3 Stationen geplant, die vor der Adventkranzweihe stattfinden sollen. Ihr Ergebnis soll die Familien durch die Weihnachtszeit begleiten: So wird Station 1 ein Strohkranz sein, den auch die Kleinsten ganz einfach mit Tannenzweigerl bestecken können. Das Material wird zur Verfügung gestellt. Die Kinder können es sich selber abholen. Im Anschluss daran, wird der selbst gebastelte Adventkranz bei der Adventkranzweihe geweiht. Die Jahresfestkreis Teilnehmer bekommen ihn mit der Anregung mit nach Hause, jeden Abend gemeinsam die Adventkranz-Kerzen anzuzünden, davor zu singen, Geschichten zu lesen und miteinander Zeit zu verbringen. "Und dann geht es plötzlich nicht mehr nur um die Geschenke, sondern darum, dass Jesus geboren wurde!" betont Brigitte Kieweg.

Kindheitserinnerungen als Vorlage für Jahresfestkreis-Stationen
Die 2. Station geht auf eine Kindheitserinnerung von Kieweg und ihrer Schwester zurück, die als Kinder jeden Advent mit ihrem Vater im Wald Moos und Rinde für ein kleines Hüttchen sammelten, um das sie später die Krippenfiguren aufbauten. Moos, Rinde und Karton werden den Kindern auch heuer bei Station 2 zur Verfügung gestellt. Das Mini-Kripperl wird dann gemeinsam nach Anleitung gebastelt. Stroh und Jesukindlein bekommen die Eltern mit, um es am 24. Dezember in das kleine Kripplein zu legen. Die Kinder können dadurch die Geburt Jesu fast so erleben, als wären sie tatsächlich dabei gewesen.
Bei der 3. Station wird eine Adventspirale mit kleinen Feldern gebastelt. Wie bei einem Brettspiel darf ein Hirt, den die Kinder aus einem Korken herstellen, jeden Tag ein Feld weiter in Richtung Weihnachten gehen.

Das Modell wird von Diözese Linz unterstützt
Das Modell Jahresfestkreis wird von der Diözese Linz unterstützt. Man kann sich teilweise sogar die Materialien dort ausborgen. Neben Losenstein wird es bereits in den Pfarren Ternberg, Gaflenz Wels und Sattledt mit großer Beliebtheit eingesetzt. "Auch wenn wir nicht jedes Jahr neue Stationen erfinden, kommen die Kinder mit Begeisterung im nächsten Jahr wieder!"

Brigitte Kieweg

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