Menschenrechtspreis für Karl Ramsmaier

Landeshauptmann Josef Pühringer (li.) zeichnete Karl Ramsmaier aus.
  • Landeshauptmann Josef Pühringer (li.) zeichnete Karl Ramsmaier aus.
  • Foto: Land OÖ/Kraml
  • hochgeladen von Sabine Thöne

STEYR. Karl Ramsmaier ist mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich 2013 ausgezeichnet worden. Er engagiert sich seit Jahrzehnten für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, insbesondere in Steyr und Garsten. Ramsmaier ist Obmann des Mauthausen Komitees Steyr, das regelmäßig historische Forschungsergebnisse über die NS-Zeit in Steyr veröffentlicht und Unterrichtsmaterialien für Schulen erarbeitet. Er ist auch Initiator der Gedenkstätte „Stollens der Erinnerung“, die kürzlich in Steyr eröffnet wurde.
Zu Ramsmaiers Leistungen gehören weiteres die Renovierung des Jüdischen Friedhofs in Steyr, die Errichtung von Gedenktafeln bei der ehemaligen Synagoge Steyr, an den Kraftwerken Ternberg und Großraming sowie an der Außenmauer des BRG Steyr.

„Die Menschenrechte sichern!”
Zum 65. Jahrestag der Deklaration der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen erinnerte Landeshauptmann Josef Pühringer bei der Preisverleihung Mitte Dezember daran, dass „die Geschichte der Durchsetzung der Menschenrechte viele Kapitel, aber kein Ende hat.“ Denn auch dort, wo sie gelten, müsse ihr Bestand gesichert werden. Auch Demokratien müssen sich fragen lassen, ob sie die Menschenrechte relativieren, ob aus außenpolitischen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen.

„In Oberösterreich setzen wir uns heute für die Menschenrechte ein. Das ist zum einen in unseren gemeinsamen Werten begründet. Zum anderen nimmt uns unsere Geschichte in die Pflicht. Diese Pflicht leitet sich von der Tatsache ab, dass auf oberösterreichischem Boden sieben Jahre lang ein Verbrechensregime geherrscht hat, das menschenverachtender nicht hätte sein können. Die Lehren, die wir aus dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte gezogen haben, müssen Ansporn für uns sein, wo immer das notwendig ist, uns für Menschenrechte einzusetzen und all jene zu unterstützen, die selbstlos und mutig für die Rechte ihrer Mitmenschen eintreten. Das tun, gerade vor diesem historischen Hintergrund, die Preisträger des oberösterreichischen Menschenrechtspreises“, erklärte Landeshauptmann Pühringer.

Verein Ketani ausgezeichnet
Auch der Verein Ketani für Sinti und Roma ist mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich 2013 ausgezeichnet worden – anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Anerkennung der ROMA als sechste österreichische Volksgruppe“. Ketani ist eine Selbsthilfeorganisation, in der sich Volksgruppen und Angehörige für ihre Gruppe einsetzen. Ziel ist es, die rechtliche, soziale und gesellschaftliche Stellung für Sinti und Roma zu verbessern. Ketani heißt übersetzt „Miteinander“ und ist somit das Motto, aus dem dieser Verein agiert.

Lesen Sie dazu auch diesen Beitrag:
http://www.meinbezirk.at/steyr/chronik/stollen-der-erinnerung-feierlich-eroeffnet-d738339.html

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