Metallgestalter Postlmayr
Bleibendes, das überdauern soll

Metallgestalter Johannes Postlmayr aus Aschach.
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  • Metallgestalter Johannes Postlmayr aus Aschach.
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  • hochgeladen von Lisa-Maria Auer

Johannes Postlmayr verbindet traditionelles Handwerk & Kunst

ASCHACH. In Schweden absolviert der 24-Jährige derzeit seinen „Bachelor of Fine Arts, specialised in Metal Art“. Etwas putziger klingt die schwedische Bezeichnung: „Metalgestaltning“. Fertig wird Postlmayr nächstes Jahr im Juni. Zuvor hat er an der HTL Steyr für Kunsthandwerk und Design, in der damals noch vierjährigen Fachschule, den Ausbildungszweig Kunstschmiede und Metallplastiker absolviert.
Nebenbei hat der Aschacher die Berufsreifeprüfung gemacht. 170 Kilometer nördlich von Göteborg und mitten im Wald liegt die Ausbildungsstätte „HDK Steneby“ als Teil der Universität Göteborg. Schwedisch kann der Aschacher noch nicht: „Das Studium findet grundsätzlich auf Englisch statt. Hier im Dorf spricht jeder gut Englisch, daher braucht man eigentlich kein schwedisch hier“, erklärt Postlmayr.

Kunst, Design, Handwerk?

Mit 25 anderen „teilt“ sich der Aschacher vor Ort in Schweden eine gut ausgestattete Werkstatt. Sieben Tage die Woche können die Studenten in der 1200m² großen Halle arbeiten. Jeder hat einen eigenen Schreibtisch und eine eigene Werkbank. Vor Ort findet sich alles, was ein „Gestalterherz“ begehrt. Postlmayr selbst bezeichnet sich als „Metallgestalter“: „Zum einen wegen der Schwierigkeit, meine Arbeiten einzuordnen, beziehungsweise sie auf eine Sache festzulegen: Ist es Kunst, ist es Design, ist es Handwerk...?!“ Das Studium ist facettenreich. Klassische Kunstschmiedethemen – wie etwa Grabmäler – werden zeitgemäß interpretiert: Im achtwöchigen Kurs entstand so das „Grabmahl für einen Körperspender“. Seit Herbst sind Postlmayr und seine Studienkollegen eher experimentell unterwegs. So entstand unter anderem „Tharsis“, eine edle Serie von Schalenobjekten aus geschwärztem Stahl und aufgeschmolzener Bronze.

Nachhaltige Ästhetik

Postlmayr möchte als Metallgestalter Bleibendes schaffen. Das Ziel: seine Arbeiten sollen mindestens ihn selbst überdauern, idealer Weise gleich auch ganze Generationen. Metall an sich bringt da schon gute Voraussetzungen. „Das setzt höchstmögliche Qualität in Bezug auf die Verarbeitung voraus, aber auch in Sachen Ästhetik“, so der Student. Ästhetik ist ohnehin Postlmayrs liebster Nachhaltigkeitsfaktor: „Etwas, das 'zeitlos schön' ist, und einfach nicht aus der Mode kommt, hat eine unschlagbare Lebensdauer im Vergleich zu vielem in unserer schnelllebigen Wegwerfgesellschaft.“ Wo es dem 24-Jährigen nach Studienabschluss hinverschlägt, ist offen. Weitere Infos auf www.johannespostlmayr.eu sowie auf seiner Instagram-Seite.

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