„Landplage aus dem Dambachtale“
Der Steyrfluss und seine Freikörperkultur

„Landplage aus dem Dambachtale“: Sozialdemokratische Freizeitkultur in Steyr, 1927/28, vielen gefiel das nicht.
  • „Landplage aus dem Dambachtale“: Sozialdemokratische Freizeitkultur in Steyr, 1927/28, vielen gefiel das nicht.
  • Foto: Museum Arbeitswelt
  • hochgeladen von Lisa-Maria Auer

Freikörperkultur habe nicht nur politische, sondern hygienische & psychologische Gründe

STEYR. Die Freikörperkultur ist in der Ersten Republik auch in der Sozialdemokratie nicht überall verbreitet. Ihre Anhänger sind fast ausschließlich in größeren Städten. Die Freikörperkultur hat hygienische, psychologische und politische Hintergründe. Die Arbeiterschaft soll aus ihren schlechten Wohnverhältnissen heraustreten und ein gesundes Körpergefühl entwickeln. Sie versteht sich als Absage an die bürgerlich-bäuerliche Prüderie.

In der christlichsozialen Steyrer Zeitung vom 31. Mai 1927 ist auszugsweise zu lesen: „Eine Landplage. Aus dem Dambachtale in der Nähe von Steyr kommen wiederholt schwere Klagen über eine neue Art einer Landplage: die Nacktkultur in der Praxis. Wenn es so weitergeht, kann ein anständiger Mensch wohl kaum mehr auf unseren schönen Höhen gehen, die dieses Tal einsäumen, ohne verdrossen heimgehen zu müssen und traurig zu sein über die Schamlosigkeit eines Teiles unseres Volkes. Man kann da Frauenpersonen antreffen, die als Kleidung einzig ein kleines Höschen tragen und männliche Personen, die entweder vollkommen nackt sind oder höchstens mit einer Badehose bekleidet sind. So ziehen und lungern diese 'Freunde der Natur' umher (...).“
Mehr zum Thema
Alle Storys rund um 100 Jahre Republik Österreich auf www.meinbezirk.at/tag/100-jahre-republik, weitere Infos dazu auch beim Museum Arbeitswelt auf museum-steyr.at

Autor:

Lisa-Maria Auer aus Steyr & Steyr Land

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