Drohendes humanitäres Unrecht wie im Oktober 2010 in Steyr!

Über 1000 Menschen traten vor 2 Jahren erfolgreich beim „Steyrer Fackelzug für Bleiberecht“ für die Familie Komani ein. Die Zivilcourage und der Einsatz für „Mehr Menschlichkeit“ zeigten umgehend Erfolg. Die bereits abgeschobenen Komani-Zwillinge und ihr Vater kehrten wieder zurück nach Österreich.

Bald jährt sich, am 21. Oktober, der Aufschrei nach „Mehr Menschlichkeit“ und nach „Humanitärem Bleiberecht“ zum zweiten Mal.

Doch schon heute stehen wir vor einer ähnlich tragischen Situation mit einer Familie aus dem Aserbaidschan. Seit 8 Jahren ist diese Familie nun in Österreich. Die drei Kinder sind bei uns aufgewachsen und haben sich bestens integriert. Sie wissen nicht einmal, wo sich Aserbaidschan befindet.
Der älteste Sohn Hikmet ist in der 3. Klasse einer AHS. Lehrer und weitere Kontaktaktpersonen, wie ein Zivildiener, die Hikmet und seine Familie bestens kennen, können nur Gutes berichten.

Hikmet ist auch auf einem Foto mit unserem Bundespräsidenten Heinz Fischer zu sehen. Alle lachen und strahlen Freude aus. Ach wie schön wäre so eine Gegenwart und Zukunft in unserem Österreich!

Die Realität sieht aber leider vollkommen anders aus. Hikmet und seine Familie stehen kurz vor ihrer Abschiebung in ein (für die Kinder) fremdes Land. Ist es nun nicht die Pflicht des humanitären Empfindens, wieder aufzustehen und sich für „Mehr Menschlichkeit“ einzusetzen?
Oder war es damals nicht das menschliche Schicksal und die Ungerechtigkeit an sich, die über 1000 Menschen auf die Straße zog, und dies noch dazu erfolgreich! War es vielleicht allein der Glaube der Betroffenen? Ich bin überzeugt, dass wir uns doch alle genauso für diese Familie einsetzen, auch wenn sie nicht Christen, sondern Moslems sind.
Der Einsatz für „Mehr Menschlichkeit“ soll und darf sich nicht von parteipolitischen, oder religiösen Interessen (ver)leiten lassen! Übrigens, die Mama Hikmets hat keine Scheu vor der Nähere zur christlichen Religion. Sie hält seit Jahren eine kleine Mutter-Gottes-Ikone in Ehren, die ihr einmal geschenkt worden ist. „Ich weiß“, sagt Tahira K., „Maria passt besonders auf Kinder auf.“ Hoffen wir es!

„Hikmet muss bleiben!“ Eine Facebook-Gruppe hat sich bereits gebildet und es wird sehr spannend, ob ein virtueller „Fackelzug für Bleiberecht“ auch im Internet erfolgreich werden kann. Auf viele „Gefällt mir“ auch von Steyr hofft Johannes Angerbauer und denkt dabei zurück an den eiskalten, aber im Herzen doch wunderbar warmen Oktober-Tag 2010 in Steyr. Er hat auch spontan das Klassenfoto von den Kindern, mit dem noch glücklichen Hikmet im Vordergrund und unserem Bundespräsidenten, in eine hoffentlich nicht realitätsnähere Erscheinungsform verwandelt.

http://www.facebook.com/pages/Hikmet-muss-bleiben/142081132604997


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