Eingleisung einer schweren Gleisbaumaschine durch zwei Feuerwehrkrane

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ASCHACH AN DER STEYR. Um Unterstützung des technischen Zuges der Feuerwehr Steyr bat die ÖGEG (Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte) Steyrtal – Museumsbahn für eine Eingleisung einer 32 Tonnen schweren Gleisbaumaschine.

Da dieses Gesamtgewicht für unseren Schwerlastkran im Alleinhub zu groß war, baten die Steyrer den Kranstützpunkt Micheldorf um Unterstützung. Am Montagnachmittag des 16.10.2017 begaben sich die beiden Kranstützpunkte Steyr und Micheldorf für einen Doppelhub nach Aschach an der Steyr zur Haltestelle „Sommerhubermühle“.

Nach kurzer Rüstzeit der beiden Kräne und einiger Verspätung des Schwertransportes wurde die Gleisbaumaschine eingegleist.
Da solche Doppelhübe mit den Schwerlastkränen der Feuerwehr nicht alltäglich sind, war dies eine willkommene Übung.

Bei der Stopfmaschine handelt es sich um eine Dauerleihgabe der Firma Plasser & Theurer Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H.

Plasser & Theurer hat die 08-8 Schmalspur Stopfmaschine 760 mm generalüberholt, auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Was ist eine Gleisstopfmaschine

Eine Stopfmaschine verfügt in der Regel über einen eigenen Antrieb, der in den meisten Fällen über einen Dieselmotor und ein hydraulisches Getriebe realisiert wird, wobei letzteres den Öldruck sowohl für den Vortrieb als auch für das Stopfaggregat liefert. Bei Überführungsfahrten können heute nicht selten Geschwindigkeiten von 100 km/h erreicht werden. Bei Stopfmaschinen mit Elektromotor treibt dieser ebenfalls das hydraulische Pumpenverteilgetriebe an, sodass bei eingeschalteter Oberleitung auch elektrisch gearbeitet werden kann.

Am Stopfaggregat befinden sich höhenverschiebliche Stopfpickel, die aufgrund von hohem Verschleiß aus gehärtetem Stahl gefertigt sind. Beim maschinellen Stopfen werden bei geringfügig angehobenem Gleis je Schienen-Schwellen-Auflagepunkt vier oder acht dieser Stopfpickel vibrierend von oben in das Schotterbett eingetaucht. Die Pickel schwingen dabei mit einer Frequenz von 35 Hertz horizontal. Kleine Wirkflächen an deren Ende bauen und verdichten die Schotterpackung unter dieser Schwelle, während die Pickel vibrierend langsam hochgezogen werden.

Für Netze mit abweichenden Parametern bei Lichtraumprofil und Gleisgeometrie wie Straßen-, Stadt- und U-Bahnen gibt es speziell angepasste Stopfmaschinen, fallweise mit tauschbaren Radsätzen. Oftmals verfügen diese Maschinen über Schallschutzeinrichtungen, welche das Stopfaggregat abdecken, um auch in der Nähe von Wohngebieten Arbeiten in den nächtlichen Sperrpausen durchführen zu können. Vor dem Heben sowie nach Beendigung des Stopfvorgangs wird durch Messgeräte die Gleislage erfasst. Im Fachjargon heißt dieses Stopfen des Schotterbetts grampen und die Maschine dazu Gramper oder Grampgerät

Fotos: FF Steyr/TZ

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