Landsmann in Valencia, Spanien
„Müssen das Beste aus der Situation machen“

Andreas Bichler aus Ternberg ist Geschäftsführer von schoolsensations.com und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Spanien.
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  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Lisa-Maria Auer

Sprachreiseanbieter Andreas Bichler ist gebürtiger Ternberger und lebt seit zehn Jahren in Valencia.

TERNBERG/VALENCIA. „Um diese Zeit hältst du es draußen fast nicht aus“, erklärt Andreas Bichler, der sich wie viele Spanier aufgrund der Hitze zur Mittagszeit meistens in der Wohnung aufhält. Während der gebürtige Ternberger telefoniert, hält die Jüngste seiner zwei Töchter ihren verdienten Mittagsschlaf.
Von seinen „daheimgebliebenen“ Freunden in Österreich wird Bichler für die 320 spanischen Sonnentage im Jahr eigentlich die meiste Zeit über beneidet.

95 Prozent der Reisen storniert

In den letzten Monaten ist aber auch für ihn eine völlig neue Lebenssituation entstanden. Denn als Chef des Sprachreiseanbieters „Schoolsensations“ hat das Corona-Virus das Leben und Arbeiten des Ternbergers auf den Kopf gestellt.
95 Prozent der für heuer gebuchten Reisen fallen flach und wurden bereits storniert. „Theoretisch haben wir noch Gruppen im Herbst. Wir werden's sehen“, lässt es der Ternberger auf sich zukommen. Dabei hat Bichler noch Glück gehabt: Als Online-Reiseanbieter gebe es in seinem Unternehmen kaum Fixkosten. „Das hat mich vorerst gerettet. Aber keiner weiß, was kommt.“

Große Chancen rechnet der Ternberger, der in Spanien noch Webdesign studiert hat, den Online-Sprachkursen aus: „Ein Ersatz für eine Sprachreise wird das nicht sein können. Aber als zusätzliches Service, als zweites Standbein einer Sprachschule, ist es sicher eine super Alternative“, zeigt sich Bichler überzeugt.

„Ist ja nur eine Grippe“

Spanien ist von der Covid19-Pandemie besonders stark gebeutelt. Gerade am Anfang sei viel schief gegangen, Vorkehrungen wurden nicht rechtzeitig getroffen, auch eine Gesundheitshotline wie 1450 fehlte. „Die Medienberichte hier waren sehr verharmlosend. In Österreich wurden beispielsweise viel früher die Grenzen geschlossen. 'Ist ja nur eine Grippe' hat es dagegen in Spanien geheißen. Statt sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, fuhren viele an die Küste in ihr Ferienhaus - zum Urlauben“, so Bichler.

„Noch g'schwind“ ins Geschäft

Seit März lebt die Familie eher zurückgezogen. „Noch g'schwind“ ins Geschäft gibt es nicht mehr. Eingekauft wird im Online-Supermarkt. Auch mit wem man sich trifft, hängt stark vom Aktionsradius des Gegenübers ab: „Hier gehst du viel schneller auf einen Kaffee, auch das Begrüßen mit den Küsschen ist viel inniger als in Österreich. Das fällt jetzt alles weg.“ Normalerweise steht zwei bis dreimal im Jahr ein Österreichurlaub auf dem Programm. Der bleibt heuer aus. „Wichtig ist jetzt, das Beste aus der Situation zu machen und sich dessen bewusst zu sein, dass man jemand anderen anstecken kann.“
Mehr zu Bichlers Sprachreiseangeboten auf schoolsensations.com

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