Adventzeit
Polizei kontrolliert jetzt vermehrt

STEYR, STEYR-LAND. Der Advent hat gerade begonnen und auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten kann man sich schon in die richtige Stimmung bringen. Wer zu tief ins Punsch-Häferl schaut, sollte aber lieber mit dem Taxi nach Hause fahren. Die Polizei wird heuer wieder rund um die Weihnachtsmärkte vermehrt Kontrollen durchführen.
"Wir kontrollieren verstärkt bei Weihnachtsmärkten und Punschständen. Auch ob die Altersgrenze für Alkoholausschank eingehalten wird", sagt der Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter in Steyr-Land, Chefinspektor Josef Lumplecker. Nach wie vor gibt es Leute, die alkoholisiert mit dem Auto unterwegs sind. "Es setzen sich zwar nicht mehr so viele betrunken ans Steuer, aber ein paar schwarze Schafe gibt es immer", weiß der Chefinspektor. "Kollegen sind auch in zivil unterwegs", so Lumplecker. Direkt auf den Märkten in Steyr-Land werden Polizeistreifen durchgehen und präsent sein. "Handtaschdiebstahl ist bei größeren Menschenansammlungen keine Seltenheit. Es schadet nicht, wenn eine uniformierte Streife durchgeht. Die Zivilstreife wird im Advent ebenfalls verstärkt unterwegs sein", so Lumplecker.

Präsenz zeigen

Das gleiche Bild bietet sich in Steyr-Stadt. "Der Advent ist eine stärkere Zeit. Wir überwachen mit Streifen die Weihnachtsmärkte. Das hat schon mit dem Martinimarkt in Gleink begonnen", sagt Stadtpolizeikommandant Christian Moser. Täglich gehen die Beamten Streife bei den beiden Weihnachtsmärkten. Auch die Zivilstreife wird vermehrt unterwegs sein. "Wir wollen sichtbar und ansprechbar sein", so Moser. Auch Alkoholkontrollen stehen in Steyr-Stadt vermehrt auf dem Programm. "An den Einkaufssamstagen legen wir besonderes Augenmerk auf Bettler und Taschendiebe", so Moser.

Fahrsicherheit beeinträchtigt

"Mit dem Punsch ist es so eine Sache. Man weiß nicht genau welche Art von Alkohol drin ist. Man weiß auch nicht, wie schnell der eigene Körper den Alkohol abbaut", sagt Marion Seidenberger, Verkehrspsychologin beim ÖAMTC. Bereits bei einer Alkoholisierung von 0,5 Promille ist die Fahrsicherheit beeinträchtigt. Bei einem Test des ÖAMTC, bei dem 16 Teilnehmer unter Alkoholeinfluss auf einem eigenen Parcours fuhren, zeigte sich, dass sie mehr Fehler machten als bei einer nüchternen Fahrt. Die Probanden fuhren zuerst mit einem Auto, einem Fahrrad und einem E-Tretroller. Bei 0,8 Promille war der Sprung dann deutlicher: "Reaktionssicherheit, Genauigkeit, Gleichgewichtssinn sowie Feingefühl lassen eindeutig nach und vor allem das Bremsen bereitet den beeinträchtigten Lenkern Probleme", so Seidenberger.

40 Mal Taxi fahren

Trinkt man Alkohol rät die Psychologin das Auto stehen zu lassen und mit dem Taxi heimzufahren. Als Fußgänger ist der Alkoholpegel grundsätzlich egal, solange man sich an die Straßenverkehrsordnung hält. Die Mindeststrafe bei 0,8 Promille Alkohol im Blut – das kann schon nach zwei Gläsern Punsch der Fall sein – liegt bei 800 Euro und einem Monat Führerscheinentzug. Geldstrafen ab 300 Euro gibt es bereits ab 0,5 Promille.
Rechnet man 20 Euro für eine durchschnittliche Taxifahrt, könnte man um 800 Euro bis zu 40 Mal sicher nach Hause fahren.

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