Steyrer sammelt für „Licht für die Welt“

Martin Pumm mit einer Schulklasse im Nordosten Indiens.
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  • Martin Pumm mit einer Schulklasse im Nordosten Indiens.
  • Foto: Licht für die Welt
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STEYR. Der engagierte, gehörlose Mechaniker Martin Pumm aus Steyr hat privat zu einer Spendenaktion aufgerufen und für „Licht für die Welt“ für gehörlose Kinder in Nordostindien gesammelt. Im Rahmen einer persönlichen Reise hat er sich davon überzeugt, was mit seiner Spende bewirkt wurde.

Martin Pumm ist gehörlos und arbeitet in Steyr. „Ich habe alles, was ich brauche. Vielen anderen Menschen auf unserer Welt geht’s leider nicht so gut. Daher habe ich beschlossen, in meinem Bekanntenkreis eine Spendenaktion zu starten“, erzählt der 33-Jährige. Gesagt, getan. Er berichtet Freunden, Arbeitskollegen und Verwandten vom Hilfsprojekt von „Licht für die Welt“ für gehörlose Kinder im Nordosten Indiens, dem ärmsten Teil des Subkontinents. So kommen 1200 Euro für das von „Licht in die Welt“ ermöglichte Ferrando Sprach- und Hörzentrum in Barapani zusammen.

Schulabschluss mit Matura

Gehörlosigkeit ist aufgrund des rauen Gebirgsklimas ein weit verbreitetes Problem im Nordosten Indiens. Chronische, unbehandelte Mittelohrentzündungen führen in vielen Fällen schon bei ganz kleinen Kindern zu Hörverlust.
Im Ferrando Sprach- und Hörzentrum lernen gehörlose und hörbeeinträchtigte Schüler lesen, schreiben und die indische Gebärdensprache. Sie werden durch Sprachtherapie gefördert und bekommen, wenn notwendig, Hörgeräte. Die Schüler können ihre Ausbildung am Ferrando-Zentrum mit der Matura abschließen und werden daneben auch in praktischen Fertigkeiten wie Nähen und IT ausgebildet.

„Mir ist es ein großes Anliegen, unseren gehörlosen Schülern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Daher wollen wir in den kommenden Jahren auch Universitätskurse im Bereich Landwirtschaft anbieten“, erzählt Sister Merley, Ordensschwester und engagierte Leiterin des Sprach- und Hörzentrums. Keine Selbstverständlichkeit in einer Region wie Nordostindien. Denn in Entwicklungsländern haben durchschnittlich nur zwei von 1000 behinderten Kindern die Chance, überhaupt eine Schule zu besuchen. Kinder mit Behinderungen werden oft als Schande angesehen und daher zu Hause versteckt. Viele sterben, bevor sie das Schulalter erreichen.

Zu Besuch in Nordostindien

Martin Pumm wollte sich vergewissern, was mit seiner Spende passiert und besuchte im Rahmen einer Asienreise Sister Merley und ihre gehörlosen Schüler. In amerikanischer Gebärdensprache unterhalten sie sich über das Programm der Schule. „Ich bin sehr beeindruckt, welche Möglichkeiten den Kindern hier geboten werden“, berichtet Martin Pumm. „Ich freue mich, dass wir mit unserer Spende den Kindern etwas sehr Wertvolles schenken können: eine eigenständige Zukunft.“

ZUR SACHE:
„Licht für die Welt“: Christoffel Entwicklungszusammenarbeit ist eine international tätige österreichische Fachorganisation, die sich in 145 nachhaltig wirksamen Hilfsprojekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa für blinde und anders behinderte Menschen einsetzt. Arbeitsschwerpunkte sind die Prävention und Heilung von Blindheit und die Rehabilitation von blinden und anders behinderten Menschen.
Im Jahr 2011 konnte „Licht für die Welt“ 32.688 behinderte Kinder rehabilitativ fördern und 41.369 Operationen am Grauen Star durchführen. Die Hilfe erreichte insgesamt 1.037.397 Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde.

Website: http://www.licht-fuer-die-welt.at
Facebook: http://www.facebook.com/lichtfuerdiewelt

Autor:

Sabine Thöne aus Steyr & Steyr Land

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