"Virus macht nicht halt"

In einem FB-Post ruft Helene Buchberger zum Impfen auf. Die 28-Jährige kämpft mit den Folgen von Covid.

STEYR-LAND. Vor einem Jahr erkrankte Helene Buchberger an Covid. "Es war am Anfang wie eine Erkältung", erzählt sie. Ein PCR-Test brachte dann Klarheit: Covid-19. Der Verlauf war mild, jedoch kein Geruch und Geschmack. Beim Rauftragen einer Kiste zwei Monate später war dann alles anders. "Oben angekommen hat sich meine Lunge angefühlt, als würden 10.000 Nadeln durch mein Lungengewebe stechen. Ab diesen Zeitpunkt ist es bergab gegangen." Lungentests ergaben, dass die 28-Jährige an Long-Covid leidet. Eine Reha in Weyer war für Buchberger eine komplett neue Erfahrung. "Der Perspektivenwechsel war schwer. Normalerweise sage ich zu meinen Patienten, dass sie sich freuen können, wenn sie auf Reha fahren können und auf einmal ist man selber betroffen", so die Pflegeassistentin. Mit den Therapien ist sie an ihre Belastungsgrenzen gekommen. "Man lernt viel über den eigenen Körper. Im Nachhinein betrachtet war es aber eine coole Erfahrung."
Wie geht es ihr heute, ein Jahr nach der Infektion? "Der Geschmack ist teilweise zurück. Riechen kann ich nur wenige Düfte." Atmen bei körperlicher Belastung fällt ihr schwer. Anmerken lässt sich Buchberger aber nichts. "Es ist täglich unterschiedlich. Einmal gehts, dann wieder nicht." Das Team in der Arbeit unterstützt die junge Frau. "Sie unterstützen mich wo es nur geht."
Mit ihrem Facebook-Post will Buchberger sagen, dass es einfach jeden erwischen kann, egal ob jung oder alt. "Der Virus macht nicht halt."

Wir bleiben Menschen

Bei ihrer Arbeit macht die junge Frau vielfach die Erfahrung, dass gegen Covid geimpfte Leute einen schwächeren Verlauf haben. "Die eigene Gesundheit sollte einem so viel wert sein, dass man einem schweren Verlauf auskommt. Ich war vor der Krankheit dynamisch, viel unterwegs, habe viel unternommen. Mittlerweile ist es so, dass ich an meine Grenzen komme. Hätte ich die Möglichkeit einer Impfung gehabt, hätte ich sie auch genutzt."
Eines ist Buchberger aber trotzdem wichtig. "Wir bleiben Menschen, egal ob geimpft oder ungeimpft, das darf man auf jeden Fall nicht vergessen. Man soll seine Meinung auch sagen können, ohne dafür massiv kritisiert zu werden."



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