Gerstorfer bei MAN in Steyr
"Politik muss Verantwortung übernehmen"

Unter dem Motto „Zusammenhalt in harten Zeiten: Gemeinsam gegen Arbeitsplatzraub und Lohndumping“ setzte die Landes-SPÖ heute Donnerstag ein Zeichen der Solidarität mit den MAN-Mitarbeitern

STEYR. "Ich stehe nicht nur physisch an der Seite der Belegschaftsvertreter sondern auch in der Sache an der Seite der Mitarbeiter von MAN", sagt Landesrätin Birgit Gerstorfer bei einer Pressekonferenz vor den Toren des MAN-Standortes in Steyr. Es brauche jetzt einen Schulterschluss und auch einen Kraftakt um die 2356 Arbeitsplätze in Steyr zu sichern. Im Werk Steyr geht es um die Zukunft tausender Menschen – von einer Schließung wäre jeder dritte Arbeitsplatz in der Region Steyr und jeder hundertste Arbeitsplatz in Oberösterreich betroffen.
"Es genügt nicht, nur 1250 Arbeitsplätze zu erhalten und die restlichen 1000 stehen auf der Straße", so Gerstorfer. Die Landesrätin gab zu Bedenken, dass auch von Seiten der öffentlichen Hand investiert wurde, einerseits durch Subventionen für die Lackieranlage, die erst kürzlich errichtet wurde. Andererseits auch durch Beihilfen bei der der Kurzarbeit. Die Industriellen Vereinigung hat erst kürzlich aufgezeigt, dass eine Schließung ein Minus von einer Milliarden Euro ins heimische BIP reißt, 8400 Menschen hier in der Region die Existenz nimmt.

Jede Idee ist wertvoll

"Die Politik muss jetzt auf Landes- und Bundesebene Verantwortung übernehmen. Jede Idee ist wertvoll und willkommen, um diesen Standort zu retten", so Gerstorfer. 
"Wir müssen als Landespolitik einen klaren Anspruch haben, wir wollen bei der Entwicklung des Standortes Pilot sein und nicht Passagier", sagt SPÖ-Klubvorsitzender Michael Lindner und kündigt an, in der nächsten Landtagssitzung Landeshauptmann Thomas Stelzer zu befragen, was er tut, um die Werksschließung zu verhindern. "Diese dringliche Anfrage im Landtag ist keine politische Abrechnung, sondern ein Karten-auf-den-Tisch-legen. Eine Chance ganz Oberösterreich zu zeigen, was die Landesspitze tut, um unsere Arbeitsplätze zu retten", so Lindinger.

Gespräche am Montag

"Wir werden nächste Woche Gespräche mit MAN führen. Einer Schließung können wir nicht zustimmen", so der Betriebsratsvorsitzende der Arbeiter Helmut Emler. Emler und sein Kollege, Angestelltenbetriebsrat Thomas Kutsam wollen mit MAN Lösungen finden, die den Fortbestand des Standortes Steyr mit den bestehenden Mitarbeitern garantiert. Emler glaubt auch, dass der Gesamtbetriebsrat in München die Steyrer unterstützt. Bei den Gesprächen soll es von Seiten MAN um die Ausverhandlung eines neues Sozialplanes gehen. Emler hofft dennoch auch Gespräche über den Fortbestand des Steyrer Standortes führen zu können.
"Als Betriebsrat sage ich deutlich wir sind für jeden Weg offen, sowohl bei MAN als auch für Investoren. Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter stimmen. Egal welchen Weg wir einschlagen, es kann nur mit der Belegschaft funktionieren. Ich bin überzeugt, wo ein Wille ist auch ein Weg. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, welche Möglichkeiten es noch gibt", so Emler. "Wir sind für alle Lösungen offen", ergänzt Thomas Kutsam.

Termin beim Landeshauptmann

Am morgigen Freitag sind die beiden MAN-Betriebsräte, sowie Steyrs Bürgermeister Gerald Hackl und Vizebürgermeister Markus Vogl zu Gesprächen bei Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. 
Lesen Sie auch dazu: Landesrat Achleitner: Rückkehr an Verhandlungstisch ist einzige Möglichkeit


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