„Stadtbetriebe Steyr und Kommunalbetriebe sind Erfolgsprojekte“

Franz Stubauer (Fahrdienstleitung), Bürgermeister Gerald Hackl und Vizebürgermeister Wilhelm Hauser in einem Stadtbus ( v. l.).
  • Franz Stubauer (Fahrdienstleitung), Bürgermeister Gerald Hackl und Vizebürgermeister Wilhelm Hauser in einem Stadtbus ( v. l.).
  • Foto: Magistrat Steyr
  • hochgeladen von Sandra Kaiser

STEYR. „Die Ausgliederung der Stadtwerke Steyr in die Stadtbetriebe Steyr GmbH (SBS) ist ein Erfolgsprojekt der Stadt Steyr. Der neue Betrieb vereint die Verkehrsbetriebe, die Wasserversorgung, die Zweige Gas und Gas-Netz, die Bestattung, die Abfallwirtschaft betreibt auch die Freizeit-Einrichtungen“, stellt Aufsichtsratsvorsitzender und Vizebürgermeister Willi Hauser (SP) bei einem Rückblick auf die jetzt endende Periode des Steyrer Gemeinderates fest. Wilhelm Hauser ist neben seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates der SBS auch Referent für die Freiwillige Feuerwehr, die Kommunalbetriebe Steyr (KBS), die Reststoff-Deponie und den Umweltschutz.

Moderne Busflotte für Steyr

Der Busfuhrpark der SBS umfasst 27 Niederflur-Busse. Bis auf die Gelenksbusse und zwei Midi-Busse ist die gesamte Flotte voll klimatisiert. „Wir fahren mehr als eine Million Kilometer und befördern dabei etwa 4,3 Millionen Fahrgäste“, wirft Vizebürgermeister Hauser einen Blick auf die Statistik. Im Vorjahr haben die SBS unter anderem vier Midi-Busse um 890.000 Euro gekauft, heuer sind vier Solo-Busse um insgesamt 850.000 Euro dazu gekommen, und für das Jahr 2016 stehen weitere zwei Solo-Busse um jeweils 210.000 Euro auf der Einkaufsliste. „Wir haben aber auch viel in die Infrastruktur investiert“, ergänzt Bürgermeister Gerald Hackl, „beispielsweise in die Umkehrschleife auf den Knoglergründen, die Sanierung und den behindertengerechten Umbau von Haltestellen im Zuge von Straßensanierungen und die neue Haltestelle bei der Gebietskrankenkasse an der Sepp-Stöger-Straße.“ Auch den Wünschen der Bewohner des Stadtteils Steyrdorf bezüglich des öffentlichen Verkehrs habe man Rechnung getragen. Bürgermeister und Finanz-Referent Gerald Hackl beleuchtet die finanzielle Situation des öffentlichen Verkehrs in Steyr: „Durch maßvolles und intelligentes Sparen haben wir das Defizit einige Jahre eindämmen können. Trotzdem schießen die Stadt und die SBS gemeinsam 1,9 Millionen Euro zu für die Verlustabdeckung im öffentlichen Verkehr.“ Für Reisen über die Grenzen der Stadt hinaus haben die SBS 2012 auch einen 54-sitzigen Regio-Liner um 180.000 Euro angeschafft. Gedacht ist dieser Reisebus in erster Linie für Schulen, Vereine und Betriebe.

Gas: Kooperation mit Fernwärme funktioniert sehr gut
Die SBS sind auch für das gesamte Gas-Netz in der Stadt zuständig und decken auch einen großen Bereich im Gashandel ab. Seit etwas mehr als zwei Jahren besteht eine sehr gut funktionierende Kooperation mit der Fernwärme Steyr GmbH. Die SBS selbst und das Stadtbad sind schon an dieses Netz angeschlossen. „Der Einkaufspreis für Gas ist sehr moderat, darum ist es immer wieder gelungen, Gewinne zu erwirtschaften. Diese Gewinne werden für andere Geschäftsfelder und für Investitionen verwendet und kommen so der Steyrer Bevölkerung wieder zu Gute “, sagt Vizebürgermeister Hauser. 100.000 Euro investieren die SBS jährlich in das Gas-Netz.

Gutes und sauberes Wasser in Steyr

„Steyr ist in der glücklichen Lage, ein gutes und sauberes Wasser zu haben, mit dem wir alle Betriebe und Haushalte in Steyr versorgen“, sagt Vizebürgermeister Hauser mit Stolz. Das mehr als 200 Kilometer lange Wasserversorgungsnetz wird ständig gewartet und wenn nötig auch erneuert. Im Jahr 2012 hat man 650.000 Euro in die Montage von Funkzählern investiert, die jährlichen Ausgaben für Wartungen des Wassernetzes betragen etwa 300.000 Euro.

Bestattung: Neues Service-Zentrum auf dem Tabor
Die SBS haben im Jahr 2013 das ehemalige Pförtnerhaus im Eingangsbereich des Urnenfriedhofs auf dem Tabor um etwa 275.000 Euro zu einem Service-Zentrum der städtischen Bestattung umgebaut. Das neue Haus umfasst auf etwa 135 Quadratmetern Nutzfläche Büros und einen Präsentationsraum. Auch Parkplätze stehen in der Nähe zur Verfügung. „Durch den Neubau können wir den Menschen, die wegen eines Todesfalles zu uns kommen, ein perfektes Service bieten“, sagt dazu Wilhelm Hauser, „wir können nun aber auch die Mietkosten sparen, die wir für die Büros in der Bahnhofstraße bezahlt haben. Der Bau auf dem Tabor wird sich in wenigen Jahren rechnen.“ Außerdem wurden im Bereich Bestattung der Urnenfriedhof erweitert, eine neue Wand für Urnennischen errichtet, die Baumbestattung eingeführt und der Kremations-Ofen um 190.000 Euro saniert.

420.000 Euro für Eisbahn und Stadtbad
Das Stadtbad, das Hallenbad und die Sauna sowie die Kunsteisbahn werden von den Menschen aus der gesamten Region sehr gut genutzt. „Für die gute Infrastruktur und Qualität investieren wir jährlich erhebliche Summen“, sagt dazu Vizebürgermeister Hauser. So wurden unter anderem in den vergangenen Jahren die Eintrittssysteme der Kunsteisbahn und des Stadtbades erneuert. Für die Kunsteisbahn wurde 2009 das neue Garderobengebäude um 943.000 Euro fertiggestellt, außerdem hat man unter anderem neue Eismatten, eine neue Eisaufbereitungs-Maschine und einen neuen Verdunstungs-Verflüssiger gekauft. Gesamtinvestition für die Kunsteisbahn: etwa 350.000 Euro. Im Stadtbad sind neue Filter eingebaut worden, man hat ein neues Sauggerät gekauft und die Sauna renoviert. Gesamt-Investition für das Stadtbad: etwa 75.000 Euro. „In beide Freizeit-Anlagen sind also 420.000 Euro geflossen“, fasst Wilhelm Hauser zusammen. Bürgermeister und Finanz-Referent Gerald Hackl ergänzt: „Ich bin überzeugt, dass diese Summe gut angelegt ist, denn sowohl Kunsteisbahn als auch Stadtbad zählen zu den beliebtesten Freizeit-Einrichtungen der Stadt Steyr.“ Außerdem werden pro Jahr etwa 100.000 Euro für Wartungsarbeiten im Steyrer Stadtbad aufgewendet.

4000 Tonnen pro Jahr ins ASZ gebracht
Die Stadtbetriebe Steyr GmbH ist für die Abfallwirtschaft verantwortlich und somit auch für das Altstoffsammelzentrum (ASZ) am Tabor. Vizebürgermeister Hauser: „Um die Sicherheit im Betrieb und die Kundenfreundlichkeit zu erhöhen, haben wir das ASZ um 550 Quadratmeter vergrößert, sieben neue Container angekauft und auch die Dachflächen über den Containern vergrößert. Außerdem haben wir aus Sicherheits-Gründen bei der Zu- und Abfahrt eine eigene Fahrspur gebaut.“ Umbaukosten: 200.000 Euro.
Die Steyrerinnen und Steyrer bringen pro Jahr etwa 4000 Tonnen Abfall ins ASZ. Das Abfall-Sammelzentrum ist montags bis samstags insgesamt 49 Stunden pro Woche geöffnet. Auf dem ASZ-Gelände befindet sich auch eine Annahmestelle für den Revital-Shop der Volkshilfe. An dieser Annahmestelle werden pro Jahr etwa sieben Tonnen wiederverwendbare Gegenstände abgegeben.

Kommunalbetriebe: „Ein richtiger Schritt“
Die Kommunalbetriebe Steyr (KBS) sind zu Beginn des Jahres 2012 gegründet worden. Das KBS-Team (115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 40 Kraftfahrzeuge und Arbeitsmaschinen) ist zuständig für die Abfall-Sammlung und den Abfall-Transport, den Straßendienst, die Straßenerhaltung und die Gärtnerei. „Die Schaffung der Kommunalen Betriebe Steyr war der Schritt in Richtung Kostenwahrheit, in den KBS vereint sind die oben genannten Bereiche sowie der Handwerker-Pool in diesem Betrieb“, stellt der Referent Vizebürgermeister Wilhelm Hauser fest.
Straßendienst: Dazu gehört neben der Straßenreinigung auch der gesamte Winterdienst. In einem durchschnittlichen Winter werden etwa zweitausend Tonnen Streusalz und Splitt ausgestreut. Die sogenannten Wegmacher sorgen für die Sauberkeit in unserer Stadt. Die KBS-Mitarbeiter bessern auch Frostschäden oder andere Beschädigungen von Straßen, Plätzen und Wegen der Stadt aus. Das Steyrer Straßennetz ist 240 Kilometer lang.
Stadtgärtnerei: Die Stadtgärtner halten nicht nur Parkanlagen auf Schuss, sie sind für den Schlosspark zuständig und mähen Grünanlagen, auch alle Verkehrsgrünanlagen werden von ihnen betreut. Weiters sind sie für den Baumbestand der Stadt zuständig und halten hier auch immer direkten Kontakt zu den Bürgern. Sie sind auch für die Pflege der Sportplätze und der Schulanlagen verantwortlich. Insgesamt betreut die Stadtgärtnerei 70 Hektar Rasen- und Wiesenfläche, 15 Kilometer Hecken, 15.000 Quadratmeter Bodendecker-Fläche und mehrere hundert Bäume im Stadtgebiet. Jährlich werden etwa 70.000 Blumen aufgezogen und gepflanzt.
Abfallsammlung: Die Kommunalen Betriebe sammeln in Steyr im Auftrag der SBS den Restmüll und führen auch alle Sperrmülltransporte durch. Sie sind auch für den Transport und die Entleerung der Sperrmüllcontainer des ASZ zuständig und die Grünschnittcontainer im Stadtgebiet. Die Jahres-Mengen: Restmüll 7500 Tonnen, Sperrmüll 700 Tonnen, Biomüll 1300 Tonnen sowie Grünschnitt 14.000 Kubikmeter.
Handwerker-Pool: dazu gehören unter anderem die Elektriker, die alle Straßenbeleuchtungen und auch alle sonstigen elektrischen Anlagen der Stadt Steyr warten. Die KBS-Handwerker sind auch für die etwa 30 Kinderspielplätze in Steyr verantwortlich.

Bestmögliche Ausstattung für Feuerwehr
Als Feuerwehr-Referent der Stadt Steyr legt Vizebürgermeister Hauser großen Wert auf die bestmögliche Ausstattung der Steyrer Feuerwehr. „Wir bemühen uns, die berechtigten Wünsche der Feuerwehr so gut wie möglich zu erfüllen“, sagt er. Erst vor kurzem ist das Feuerwehrhaus Christkindl eröffnet worden. Der Bau des neuen Hauses hat 1,27 Millionen Euro gekostet. Seit 2010 hat die Stadt in den Bau und Ausbau von Feuerwehr-Gebäuden in Steyr 1,2 Millionen Euro investiert, für Fahrzeuge hat man seit 2010 etwa 1,8 Millionen Euro ausgegeben und für Ausrüstung 455.400 Euro.

Neue Standplätze für Abfall-Container
Als Umwelt-Referent wirft Vizebürgermeister Wilhelm Hauser auch einen Blick auf die Steyrer Abfallwirtschaft. „Die gesamte Abfall-Menge ist seit 2010 leicht rückläufig“, skizziert er den Trend, „die Mengen bei Hausabfall und Sperrabfall haben sich in den vergangenen fünf Jahren leicht reduziert, die Abfallmenge Grünschnitt ist im Vorjahr wegen des feuchten Wetters gestiegen, die Menge der Biotonnen-Abfälle ist ebenfalls leicht angestiegen.“ Leichtverpackungen, Altpapier und Kartonagen, Glasverpackungen und Metallverpackungen werden auf etwa 400 Container-Plätzen sowie im ASZ gesammelt.
Um 15.000 Euro hat man unter anderem eine neue Müll-Kartei gekauft, um die Verwaltung der Rest- und Biomülltonnen zu erleichtern. Seit 1. Juli 2014 gibt es auch eine neue Tierkörper-Sammelstelle mit gekühlten Behältern. Sie befindet sich bei der Steyrer Mülldeponie (Mühlstraße 2a). Kosten: 7000 Euro. Seit 2010 sind auch mehrere neue Standplätze für Container gebaut worden. Neu geschaffen hat man unter anderem die Containerplätze an der Sierninger Straße, der Kollerstraße und der Franz-Draber-Straße. 2014 ist der Container-Platz an der Wehrgrabengasse beim Museum Arbeitswelt errichtet worden.

Sonderpreis für „Steyr putzt“

Sehr aktiv ist auch das Team der Abfall-Beratung: Die Reinigungs-Aktion „Steyr putzt“ verläuft seit Jahren sehr erfolgreich. „2014 und 2015 haben wir die Aktion auf eine Woche ausgeweitet und somit jeweils 1.500 Personen mobilisieren können“, berichtet Wilhelm Hauser. Für das Projekt „Steyr putzt“ sind die SBS von der Recycling-Firma ARA (Altstoff Recycling Austria mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden.
Weitere Aktivitäten im Bereich der Abfall-Vermeidung: die Initiativen „Reinwerfen statt Wegwerfen“ und „Knapp vorbei ist voll daneben“.
Die Aktion „Schlaue Jause - coole Pause“ wird seit 2008 durchgeführt. Alle Schulanfänger bekommen eine Jausenbox mit einem Müsliriegel, einem Apfel und einem Informations-Folder. Seit Beginn der Aktion sind 6187 Jausenboxen verteilt worden. Ziele der Aktion sind gesunde Ernährung für Kinder und Abfall-Vermeidung.

Steyr bei den saubersten Regionen Österreichs
Seit Jänner 2015 wird ein neues Programm für Schulen und Kindergärten angeboten. Workshops wie „Quaksi und der Seerosenteich“, „Alfons Trennfix“, „Wohin mit meinem alten Handy?“ oder „Aus alt mach neu“ sollen die junge Generation über richtige Trenn-Methoden informieren. Seit Jänner 2015 sind 22 Workshops in Kindergärten, Volksschulen und Neuen Mittelschulen durchgeführt worden. „Das Programm ist sehr gut angekommen“, freut sich Vizebürgermeister Hauser über die gute Resonanz.
Ein weiterer Beweis für das ausgezeichnete Steyrer Umwelt-Management: Steyr ist von einer Experten-Jury ins Finale des Wettbewerbs „Sauberste Region Österreichs“ gewählt worden. Beim Publikums-Voting im Finale hat es Steyr dann auf den hervorragenden dritten Platz geschafft.
Für Veranstaltungen kann das Abfallberater-Team der SBS 2440 Stück Mehrweg-Becher verleihen. „Dieses Angebot haben wir gut beworben“, sagt dazu Wilhelm Hauser, „ auch Schulen haben ein Informationsblatt bekommen, die Mehrwegbecher sind eine gute Alternative zu den Einweg-Bechern.“

Autor:

Sandra Kaiser aus Steyr & Steyr Land

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.