Wolfener will hoch hinaus

Michael Ludwig möchte sich langfristig auf der European Tour, der höchsten Spielklasse, etablieren.
  • Michael Ludwig möchte sich langfristig auf der European Tour, der höchsten Spielklasse, etablieren.
  • Foto: Johanna Auer
  • hochgeladen von Alexander Krenn

Der Golfer Michael Ludwig gehört zu heißesten Eisen in der heimischen Nachwuchsszene. Der Wolfener sieht nach Absolvierung seiner ersten Profisaison noch viel Lernpotenzial. Dieser Lernprozess soll heuer in den Top Fünf der Jahresrangliste enden.

STEYR. Für Michael Ludwig aus Wolfern war 2017 ein ganz besonderes Jahr. Im Rahmen der Alps Tour, der dritten Leistungsstufe im Golfsport, absolviert er seine erste Saison als Profisportler. Damit geht für Ludwig ein Kindheitstraum in Erfüllung. Bei den Gösser Open erspielt sich der Rookie sogar einen neunten Platz. „Ich bin mit meiner Saison zufrieden. Ich habe mich als Spieler weiterentwickelt und sehr viel über mich selbst lernen können. Man kann also mein erstes Jahr als Profi, als Lehrjahr bezeichnen“, resümiert Ludwig.

Vorzüge des Profizirkus

Ein spezielles Vorbild in Sachen Golf hat der Jungprofi keines, dafür gebe es zu viele Spieler, die großartige Karrieren hingelegt haben. Speziell von jenen, die seit Jahren konstant an der Weltspitze mitspielen wie ein Justin Rose oder Jason Day, könne man sich einiges abschauen. Konstanz ist ein wichtiges Stichwort im Profibereich und bildet den wahrscheinlich größten Unterschied zur Amateurszene. „Als Amateur geht es prinzipiell darum, sich für möglichst viele gut besetzte Turniere zu qualifizieren, um Punkte für die Amateur-Weltrangliste zu sammeln. Als Profi qualifiziert man sich hingegen einmal für eine bestimmte Tour und spielt dann mehr oder weniger die gleichen Events in verschiedenen Ländern“, zieht der Wolferner einen Vergleich. Hinzukommt natürlich der finanzielle Aspekt, denn auf der Profitour gibt es Preisgelder. Darüber hinaus darf man die Unterstützung von Sponsoren in Anspruch nehmen. Doch von Geld möchte sich die Nachwuchshoffnung nicht leiten lassen. „Über das Preisgeld mache ich mir weniger Gedanken. Ich versuche immer ich selbst zu sein und gut vorbereitet in ein Turnier zu gehen. Bei guten Scores kommt das Preisgeld von alleine“, konstatiert Ludwig. In seiner Debütsaison erspielte der Wolfener ein Gesamtpreisgeld von 3 031,14 Euro.

Top Fünf als Ziel

Nach der erfolgreichen Saisonvorbereitung mit dem Nationalteam in Florida absolvierte Ludwig noch eine private Trainingswoche in Miami. Die Anlage in Ocala, Florida gehört keinem Geringerem als Frank Stronach. „Der Zustand des Platzes war ausgezeichnet. So etwas habe ich noch nie gesehen, das war schon extrem lässig dort trainieren zu können“, schwärmt Ludwig. Bereits heuer möchte der Wolfener zu den besten Fünf der Alps Tour gehören, um sich so ein Ticket für die nächsthöhere Spielklasse zu sichern. Ambitionierte Ziele von einem engagierten Sportler, der seinen Sport auch in der Heimat in ein anderes Licht rücken will. „Medial hat der Golfsport noch sehr viel Verbesserungspotenzial. Leider hat Golf immer noch den Status eines Elite Sports. Es gibt viele Klischees, die einfach nicht stimmen oder verzerrt dargestellt werden und so den Sport daran hindern zu wachsen“, ärgert sich der Jungprofi. 

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