27.01.2012, 16:55 Uhr

Garstner Imker zwölf Mal vergoldet

Franz Seyerlehners Honigsorten erfüllen alle strengen Kriterien des Landesimkerverbands. Foto: Thöne

Der Garstner Altbauernobmann Franz Seyerlehner betreut 35 Bienenstöcke.

Franz Seyerlehners Honig ist Gold wert. Das hat der Garstner schwarz auf weiß. Zwölf Mal in Folge seit 2004 hat ihm der Landes-Imkerverband OÖ die hohe Qualität seines Bienenprodukts attestiert.

GARSTEN. Franz Seyerlehner hat bereits mit 15 Jahren sein Herz an die Imkerei verloren und sie zwölf Jahre lang mit Leidenschaft betrieben. „Ich habe 1951 damit begonnen“, erzählt der gebürtige Laussinger. Der 75-Jährige erinnert sich noch gut an die Anfänge, als er einem Nachbarn einen Bienenschwarm abgekauft hat. „A Schwarm im Mai kostet a Fuhre Heu, hat es damals geheißen“, sagt Seyerlehner verschmitzt. Rund vierzig Jahre hat es gedauert, bis sich der Garstner wieder intensiv der Bienenzucht widmete.

„Die Imkerei ist ein wunderbares Hobby“, sagt Seyerlehner, der seinen Fuß gleich bei zwei Imkervereinen drinnen hat: Er ist Mitglied bei den Bienenzüchtern in Garsten sowie Kleinraming und gibt dort als Gesundheitsreferent seine Erfahrungen und wertvollen Ratschläge weiter.

Biologische Waffen
Die Varroamilbe bekämpft der Experte ausschießlich mit "biologischen Waffen“ wie Ameisen- und Oxalsäure. Der Behandlungserfolg hänge von der Dosis ab, verrät Seyerlehner, der sich an der Imkerakademie in Linz viel Wissen aneignete. „Ich habe noch nie einen Völkerverlust verzeichnet“, sagt er nicht ohne Stolz.

Seyerlehner besitzt 35 Bienenvölker, die im Dambachtal und am Laussinger Blaberg in unberührter Natur herumschwirren. „Zur Erntezeit sind es meist um die 18 Völker. Ich bilde gern Jungvölker und verkaufe sie“, erzählt der Altbauernobmann, der beruflich im Nebenerwerb als Kraftfahrer für die Molkerei Garsten tätig war.

Seit 56 Jahren verheiratet
Seit 2004 lässt der Garstner seinen Honig im Labor des Landes-Imkerverbands in Linz prüfen. Zwölf Mal hat er das Qualitätssiegel in Gold und zwei Mal in Silber für seinen ausgezeichneten Blüten-, Creme-, Wald- sowie Blüten-/Waldhonig erreicht. Die Zertifikate hängen über dem Tisch in seiner Bauernstube.

Auch Propolis (Bienenharz), in einer alkoholischen Lösung, stellt Seyerlehner her. „Es ist gut für das Immunsystem“, sagt der vierfache Vater. Er ist seit 56 Jahren verheiratet und hat 15 Enkel und neun Urenkel. Seine Bienenprodukte vertreibt er ab Hof, bei Fahrten durchs Dambachtal und dank Mundpropaganda. Die Stammkundschaft reicht bis nach Bad Hall und Linz.

Franz Seyerlehners „Geheimrezept“ für hervorragenden Honig ist so einfach wie kompliziert: „Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige tun“, sagt er ein wenig geheimnisvoll. Reinlichkeit und Hygiene bei der Arbeit sind oberstes Gebot. Der Garstner schwört auf Honig als Lebenselixier. „Ich esse jeden Tag davon und trage ihn auch als Heilmittel auf Wunden auf.“
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