01.10.2014, 19:00 Uhr

Neues Radiomuseum öffnet seine Pforten

Bürgermeister Karl Mayr (vorne) mit freiwilligen Helfern beim Aufgang zum Radiomuseum Wolfern. (Foto: Privat)

Erster Öffnungstag: Lange Nacht der Museen am 4. Oktober 2014, von 18 bis 1 Uhr.

WOLFERN. Das Radiomuseum im ehemaligen k.u.k-Postamt am Kirchenplatz öffnet am Samstag, 4. Oktober, um 19 Uhr seine Pforten – zeitgerecht zur „Langen Nacht der Museen“. Noch wird geschraubt und montiert, die letzten Handgriffe werden erledigt. Rund 200 Geräte aus allen Epochen des Hörfunks sind fein säuberlich ausgestellt – von den Anfängen der Kommunikationstechnik bis zum mp3-Player und iPad.

Die Entwicklung des Radios
Zur Sammlung zählen Detektorempfänger aus den 1920er-Jahren, UKW-Radios, Koffer- und Transistorradios, Radios mit Plattenspieler, Kassettenrekorder, Weckradios und Stereoanlagen aus den 1980er-Jahren sowie alte Schellackplatten, die Vorläufer der Vinylschallplatte. Auf Schautafeln erfährt man viel Wissenswertes über Radios. „Unser neues Museum bietet einen zeitgeschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Radios“, sagt Radio-Fan und Initiator Bürgermeister Karl Mayr (VP).
„Ursprünglich hatten wir eine Kurzausstellung anlässlich unseres Kulturjahres 2.0-14 geplant“, erzählt Mayr, der zugleich Kulturreferent der Marktgemeinde ist. Nachdem er zufällig einen ehemaligen Arbeitskollegen, der Radios sammelte, getroffen hatte, war klar: „Wir machen ein Museum!“

Exponate aus Internet ersteigert
Ein Teil der Exponate stammt aus dem Besitz des Bürgermeisters, und auch Wolferner stellten Raritäten zur Verfügung. „Etliche Objekte habe ich im Internet ersteigert“, erzählt HTL-Absolvent Mayr, der viel Zeit und Herzblut in die Renovierung der Geräte steckte.
Viele helfende Hände waren die vergangenen Monate am Werk, um das Radiomuseum auf Vordermann zu bringen. Den Großteil der Baukosten von rund 15.000 Euro im „Haus der Begegnung“ übernimmt die Gemeinde. „Das Museum ist Marketing für die Gemeinde“, sagt Mayr mit einem Schmunzeln. In den nächsten Monaten will Mayr auch noch bekannte Radio-Hörproben aus der Radiogeschichte installieren.

Feierliche Eröffnung
Am Eröffnungstag wird ein buntes Programm geboten: Einlass ab 18 Uhr, feierliche Eröffnung um 19 Uhr. Um 21 Uhr liest der Steyrer Autor J. J. Preyer aus seinen Krimis „Mörderseele“ und „Rosmarie Weichsler und das Echo von Steyr“. Auch ein Schnellreportage-Wagen des ORF OÖ wird vor Ort sein. ORF-Mitarbeiter demonstrieren das Entstehen einer Radiosendung. Aus einem Leih-Wurlitzer wird Musik erklingen.
Das neue Radiomuseum wird im Oktober und November sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet sein. Kostenbeitrag: 2 Euro für Erwachsene, ein Euro für Kinder (ab elf Jahren). Führungen sind jederzeit nach Voranmeldung im Gemeindeamt möglich, Tel. 07253/8255-16. Wenn es seine Zeit erlaubt, wird Bürgermeister Karl Mayr selbst Führungen abhalten.

ZUR SACHE:

Die Lange Nacht der Museen, im Jahr 2000 vom ORF ins Leben gerufen, feiert heuer das 15-Jahr-Jubiläum. Rund fünf Millionen Kulturbegeisterte nutzten bisher die Angebote.
Im Raum Steyr beteiligen sich fünf Museen an der „Langen Nacht“ am Samstag, 4. Oktober, von 18 bis 1 Uhr:
• Radiomuseum Wolfern
• Museum Arbeitswelt im Wehrgraben in Steyr
• Museum der Stadt Steyr (Heimatmuseum) am Grünmarkt
• 1. Österreichisches Weihnachtsmuseum am Michaelerplatz in Steyr
• Stollen der Erinnerung bei Zwischenbrücken in Steyr
Als Eintrittskarte für diese Museen gibt es ein „regionales Ticket“ zum Preis von sechs Euro. Mehr Infos über das beliebte Kulturevent auf
http://www.langenacht.orf.at
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