30.11.2017, 10:22 Uhr

Region macht sich fit für den Winter

(Foto: benjaminnolte - Fotolia)

Die Vorbereitungen auf den Winterdienst sind bei der Straßenmeisterei Steyr bereits voll im Gange

BEZIRK. Die 550 Winterdienstmitarbeiter in Oberösterreich stehen schon in den Startlöchern. Denn in den 31 Straßenmeistereien hat man sich schon während des heurigen Sommers auf den Winterdienst vorbereitet.
"Der Winter auf den oberösterreichischen Straßen geht weit über die Salzstreuung hinaus. Winterdienst bedeutet mit den modernsten Techniken in die Zukunft zu schauen, um auf alles vorbereitet zu sein. Nur so kann auch bei schlechter Witterung die Verkehrssicherheit auf unserer Straßeninfrastruktur aufrechterhalten werden", sagt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Ein kurzer Rückblick: Der Winterdienst 2016/2017 verursachte Kosten in der Höhe von 19,8 Millionen Euro und es wurden 46.000 Tonnen Streusalz verbraucht.

Streusalzlager aufgefüllt

Das Auftausalz zur Bekämpfung von winterlicher Straßenglätte wurde bereits in den Sommermonaten eingelagert. In 105 Silos und sechs Lagerhallen befinden sich rund 45.000 Tonnen Streusalz. 750 Tonnen Streusalz sind bei der Straßenmeisterei Steyr eingelagert. "Wir streuen keinen Split, nur Salz", sagt Dienststellenleiter Reinhard Resch. Zuständig ist die Straßenmeisterei für Landesstraßen, wie beispielsweise die B309 bis zur Autobahnauffahrt in Enns, die B122 von Sierning nach Bad Hall, die B140 Steyrtalstraße, die B115 Eisenstraße ins Ennstal oder die Landesstraße von Steyr nach Wolfern. "Wir betreuen insgesamt 206 Straßenkilometer." Fünf eigene Fahrzeuge und drei Fremdfahrzeuge sind bei der Straßenmeisterei Steyr im Einsatz. Die Straßenmeisterei Steyr ist rund um die Uhr besetzt. Den Einsatzbefehl gibt der Winterdienstkoordinator.

Schneestangen & Co

Zu den Aufgaben der Straßenmeisterei Steyr gehört auch das Setzen der Schneestangen. "Der Großteil der Schneestangen sind ja bereits in die fixen Leitpflöcke integriert und müssen nur mehr herausgezogen werden. Nur mehr auf kleineren Straßen werden die Scheestangen aus Holz richtig gesetzt. Wir sind auch für das Aufstellen der Schneegitter und Schneezäune an exponierten Stellen, die windanfällig sind, verantwortlich um Schneeverwehungen zu verhindern", so Resch.

Winter werden milder

Langfristige Prognosen für den Winter 2017/2018 sind, laut Blue Sky Wetteranalysen aus Attnang-Puchheim, noch nicht möglich. Durchschnittlich werden Winter in Zukunf jedoch milder. „Die Klimaerwärmung ist ein Fakt. Auch im Winter werden die Temperaturen steigen. Dies bedeutet weniger Tage mit Frost und Schneefall", so Blue Sky-Geschäftsführer, Wolfgang Traunmüller. Zwischen den milden Wintern, würde es aber auch hin und wieder Extremere geben. Für den Winterdienst seien die Veränderungen noch nicht direkt spürbar, meint Traunmüller, denn die intensivste Betreuung finde an Tagen mit Temperaturen um Null Grad statt.

Winterdienst
• Gemäß § 93 der Straßenverkehrsordnung sind Eigentümer von bebauten Liegenschaften im Ortsgebiet verpflichtet, öffentliche Gehsteige und Gehwege zwischen 6 und 22 Uhr von Schnee zu säubern und bei Glätte zu bestreuen.
• Ist kein Gehsteig vorhanden, so ist der Straßenrand in einer Breite von einem Meter zu säubern. Die gleiche Verpflichtung trifft Eigentümer von Verkaufshütten.
• Es ist auch nicht gestattet, den Schnee von Einfahrten oder Gehsteigen auf den bereits geräumten Straßen oder anderen öffentlichen Verkehrsflächen abzulagern.
• Grundeigentümer, die sich nicht persönlich um den Winterdienst kümmern können oder wollen, können ihre Verpflichtung durch Beauftragung an dritte Personen wie Mieter, Hausbesorger oder Dienstleistungsunternehmen übertragen.
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