31.01.2012, 10:28 Uhr

Robert Stadlober: „Schalko war ein sehr zärtlicher Chef“

Robert Stadlober sprach im Interview mit BezirksRundschau-Redakteurin Sandra Kaiser bei der OÖ Premiere von „Wie man leben soll“ über seine experimentierfreudigkeit und über seine Musikpläne.

Der Jungschauspieler war zu Gast bei der Premiere von „Wie man leben soll“

Im neuen Film „Wie man leben soll“ spielt Robert Stadlober einen freizügigen Medizinstudenten. Die BezirksRundschau traf den Schauspieler bei der OÖ Premiere des Films im Star Movie in Dietach.
BezirksRundschau: Wie bist Du zu dem Stoff von „Wie man leben soll“ gekommen?
Robert Stadlober: Regisseur David Schalko kenne ich privat schon relativ lange recht gut. Wir wollten immer schon irgendetwas gemeinsam machen und lustigerweise ist es bei dem Film so weit gewesen. Er hat mir ein Drehbuch geschickt und mich gefragt, ob ich mitspielen will und da brauchte ich nicht lange zu überlegen und habe relativ schnell ja gesagt.
BezirksRundschau: Das heißt, du hast gute Erfahrungen mit David Schalko?
Stadlober: Wir haben vorher noch nicht miteinander gearbeitet, wir haben uns nur so gekannt. Es war halt schon immer, zumindest meinerseits der Wunsch da, irgendwann mit ihm zu arbeiten.BezirksRundschau: Du spielst im Film den experimentierfreudigen Medizinstudenten Mirko, der Sex- und Drogenabenteuern nicht abgeneigt ist. Bist Du im wirklichen Leben auch experimentierfreudig?
Stadlober: Ja, also man hat ja nur ein Leben und das sollte man dann doch nutzen, um so viele Dinge wie möglich auszuprobieren. Das ist zumindest mein Credo.
BezirksRundschau: Was zählt da zum Beispiel dazu?
Stadlober: Alles, was einem so über den Weg läuft, alles probieren (lacht).
BezirksRundschau: Im Film gibt es eine Szene mit Axel Ranisch, in der ihr versucht, euch gegenseitig oral zu befriedigen. War diese Szene ungewöhnlich für Dich?
Stadlober: Nein, es war sehr lustig, es hat absolut keinen Bezug zur Realität gehabt, deswegen war es eine sehr absurde, ans Ende eines Tages gelegte Szene. Das einzige was lustig war: Dass auf einmal ganz viele Leute am Set waren, die sonst selten am Set aufgetaucht sind. Dieses Szene wollte dann doch jeder sehen, wie wir das so machen. Es war sehr einvernehmlich, zärtlich und schön (lacht).
BezirksRundschau: Du bist privat mit dem Regisseur befreundet. Wie ist das beim Drehen, wenn der Freund zum „Chef“ wird?
Stadlober: Er war ein sehr zärtlicher Chef. Man muss schon sagen, der Herr Schalko hat schon eine Autorität. Es ist grad bei so einem Film wichtig, weil so viele Leute herumwuseln und einer muss halt das Ruder in der Hand behalten, wenn alle in alle Richtungen schießen und das hat er auch gut gemacht. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass ich unter der Autorität gelitten hätte oder das Gefühl eines Angestellten- Chefverhältnisses gehabt habe. Es war schon auf Augenhöhe, aber trotzdem weiß er wo½s lang geht.
BezirksRundschau: Das heißt, der Stil wie er den Film gemacht hat war eher locker?
Stadlober: Ja, locker hört sich dann immer sehr schnell an, als ob alles egal gewesen wäre. Es war dann irgendwie eine sehr entspannte Atmosphäre, trotz all dem Stress, den wir gehabt haben. Aber das liegt auch daran, dass sehr viele andere Kollegen dabei waren, die schon sehr viel Erfahrung hatten, dass man das Ganze ein bisserl laufen lassen hat können.
BezirksRundschau: Machst Du noch Musik?
Stadlober: Ja, schon. Wir haben das neue Album fertig, das kommt im Jänner heraus und dann sind wir auch wieder auf Tournee. Auch durch Österreich. Wir waren im September fünf Tage in Österreich unterwegs. Haben auch in Linz gespielt, aber nicht in Steyr.
BezirksRundschau: Warst Du schon mal in Steyr?
Stadlober: Am Bahnhof war ich schon mal.
BezirksRundschau: Dann hast du nicht viel gesehen von Steyr?
Stadlober: Ja, es tut mir leid, Ich werd½s nachholen (lacht).
BezirksRundschau: Gibt es Zukunftspläne?
Stadlober: Nein, es gibt im Moment nichts Spruchreifes. Ich lasse das immer ein bisserl passieren und bin damit eigentlich in letzter Zeit recht gefahren. Pläne sind nicht so meine Sache.
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