22.03.2017, 08:56 Uhr

Vorwärts kann 0:3-Rückstand noch ausgleichen

Bereits zur Pause lagen die Steyrer 0:3 zurück; die Partie schien frühzeitig entschieden zu sein. (Foto: SKV/Bota)

Ein denkwürdiges Spiel lieferte der SK Vorwärts im Nachtrag am Dienstagabend, 21. März, gegen den SV Lafnitz.

STEYR. Die Heimischen liegen zur Pause 0:3 zurück und schaffen nach einer starken zweiten Halbzeit noch ein 3:3. Dieses Kunststück ist den Rot-Weißen zuletzt am 10. April 1999 gegen Rapid Wien gelungen.

Partie scheint zur Halbzeit entschieden

Die Gäste aus der Steiermark drücken zu Beginn aufs Tempo und zeigen ihre individuelle Klasse. Vorwärts kommt erst nach 20 Minuten besser ins Spiel, gerät dann aber durch einen Doppelschlag der Lafnitzer (29., 30.) mit 0:2 in Rückstand. Spätestens nach dem 0:3 durch Kröpfl, der mit einem prächtigen Schuss ins Kreuzeck trifft (44.), scheint die Partie entschieden.

Aufholjagd wird belohnt

Kurz nach der Pause lässt Frljuzec einen Sitzer auf das 0:4 aus. In der 54. Minute verlängert Nicolas Wimmer einen langen Ball per Kopf, Yusuf Efendioglu hebt das Spielgerät zum 1:3 in die Maschen. Durch den Treffer geht ein Ruck durch die Vorwärts-Elf, die nun Angriff um Angriff fährt. Michael Halbartschlager wird bei einem Eckball von Gschiel niedergestoßen, Schiedsrichter Fröhlacher gibt Elfmeter. Der Gefoulte tritt selbst an und verwandelt souverän zum 2:3 (60.).
In Minute 77 sieht Tieber wegen Tätlichkeit die Rote Karte. Vorwärts drückt auf den Ausgleich und wird in der 90. Minute belohnt. Stefan Gotthartsleitner zieht von der Außenlinie Richtung Strafraum und donnert den Ball aus 18 Metern via Innenstange genau zum 3:3 ins Eck. SK Vorwärts Steyr - SV Lafnitz 3:3 (0:3)
Trainer-Stimmen zum Spiel:
Gerald Scheiblehner: "In den ersten 15 Minuten hatten wir Probleme, danach wir ich gar nicht so unzufrieden mit der ersten Halbzeit. Wir haben vor den ersten beiden Toren haarsträubende Fehler gemacht. Man muss immer an seine Chance glauben. In der Pause habe ich der Mannschaft gesagt, dass sie ruhig weiterspielen soll. Es freut mich für die Burschen, dass wir noch einen Punkt geholt haben."

Ferdinand Feldhofer: "Wir haben in der ersten Halbzeit viel investiert, hoch attackiert und so versucht, die langen Bälle von Steyr zu verhindern. Nach der Pause haben wir die Chance auf das 4:0 vergeben. Nach dem 1:3 ist dann der Kopf ins Spiel gekommen. Am Ende müssen wir froh sein, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben."

Vorwärts (4-2-3-1): Großalber; Halbartschlager, Danninger (78. Gulajev), Wimmer, Staudecker (78. Ph. Bader); Chr. Bader, Himmelfreundpointner; Gotthartsleitner, Martinovic, Sulejmanovic (88. Hebesberger); Efendioglu. Ersatz: Staudinger; F. Bichler. Trainer: Gerald Scheiblehner.

Lafnitz (4-4-2): Wabnig; Gschiel, Tomka, Köfler, Grasser (71. Rodler); Friedl (69. Acimovic), Kager, Waldl, M. Kröpfl; Frljuzec (88. Feiner), Tieber. Ersatz: Zingl; Wetl. Trainer: Ferdinand Feldhofer.

Torfolge: 0:1 (29.) Frljuzec, 0:2 (30.) Frljuzec, 0:3 (44.) M. Kröpfl, 1:3 (54.) Efendioglu (Wimmer), 2:3 (60./Elfmeter) Halbartschlager, 3:3 (90.) Gotthartsleitner (Himmelfreundpointner).

Gelbe Karten: Wimmer (68. Foul), Gotthartsleitner (77. Unsportlichkeit), Ph. Bader (83. Unsportlichkeit), Gulajev (83. Unsportlichkeit); Kager (38. Foul), M. Kröpfl (44. Unsportlichkeit), Grasser (55. Foul), Gschiel (59. Foul), Wabnig (94. Unsportlichkeit), Rodler (95. Foul).

Rote Karte: Tieber (77. Tätlichkeit).
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