04.12.2017, 10:18 Uhr

Der Motor sagt, wo es lang geht

Paul Voithofer, Walter Ortner, Hans Ledwinka, Michael Aschaber, Bernard Niedermayer (v. li.). (Foto: TIC Steyr)

Mit knapp 70 Teilnehmern und Teilnehmerinnen war der Smart Innovation Steyr Stammtisch 4.0 am 27. November von Erfolg gekrönt. In einem stimmungsvollen Ambiente gewährte Steyr Motors Einblicke in ihre digitalen Motoren.

STEYR. Steyr Motorsarbeitet derzeit akribisch an einer digitalen Lösung, welche Motoren und Antriebslösungen umfangreich serviciert. Live-Daten werden dabei von allen weltweit im Einsatz befindlichen Produkten über ein eigens entwickeltes System direkt an eine Auswertungsplattform gesendet, wo die Produktfunktionalität kontinuierlich überprüft wird. Mittels GPS und Zwischenspeicherung ist auch bei einem Netzausfall eine 100prozentige Übertragung der Daten ins Analysesystem garantiert. Michael Aschaber, Geschäftsführer von Steyr Motors: „Wir verarbeiten automatisiert die gesammelten Daten, werten sie aus und können so rechtzeitig reagieren.“ Die Daten geben beispielsweise Auskunft über Wartungszyklen, Treibstoff- und Ölverbrauch, erhöhte Emissionswerte oder den Verschleiß von Motorkomponenten, wodurch u.a. das frühzeitige Erkennen und Beheben von Servicefällen ermöglicht wird.
Aschaber: „Die gesammelten Daten des digitalen Motors minimieren den Wartungsaufwand bei Kunden und Servicepartnern. Zusätzlich zur Optimierung der Ersatzteil- und Wartungsplanung, werden die Daten auch zur Weiterentwicklung der Motoren bei Steyr Motors ausgewertet.“ Ein weiterer Kundenvorteil ist die Buchung von Service-Terminen bei den nächstgelegenen Partnern direkt und unkompliziert über das Interface, wenn ein Wartungsfall ansteht. Zugleich lernt das System konstant dazu, um in Zukunft prädiktive Aussagen über Servicebedarfe zu ermöglichen und die Verwaltung der Ersatzteile für die Partner zu vereinfachen.
Möglich ist die komplexe Analyse der Daten mit Hilfe der Rechenpower von Catalysts. Live-Daten, bestehende Daten sowie aus Simulationen generierte Daten werden miteinander verknüpft, um korrekte Vorhersagen zu treffen. Bernhard Niedermayer von Catalysts: „Der Blick in die Zukunft erleichtert die Planung, weil man weiß, in welchem Zustand die Geräte sind.“ Derzeit können Künstliche Intelligenz-Systeme für Routineaufgaben genutzt werden. Sie ersetzen aber noch nicht den Menschen.
Führungen durch das Werk von Steyr Motors, eine Mitfahrt mit einem echten Pinzgauer und ein geselliger Ausklang mit Buffet und Punsch vollendeten die gelungene Abendveranstaltung.
2018 veranstaltet das Expertennetzwerk Smart Innovation Steyr wieder Stammtische 4.0 mit spannenden Unternehmen. „Aber auch neue Veranstaltungsformate werden das innovationsfreudige Herz höher schlagen lassen“, so Alexander Stellnberger, Sprecher von Smart Innovation Steyr. Den Auftakt macht das Jahrestreffen am Montag, dem 22. Jänner 2018, zu dem Steyrer Unternehmen herzlich eingeladen sind. smartinnovation-steyr.at
Anmeldung für das Jahrestreffen unter: wirtschaftsstandort-steyr.at/aktuelles/events
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