17.03.2017, 09:34 Uhr

Stahl-Bearbeitungszentrum: Das neue „Herz der Hartl-Metall-Werkstatt“

In seinem neuen Stahl-Bearbeitungszentrum Ficep Excalibur setzt Hartl Metall die Technologie Fließbohren mit Gewindeformen um – als erstes Unternehmen in Österreich. (Foto: Martin Hartl)

Hart Metall setzt als erste Firma Österreichs die Technologie Fließbohren mit Gewindeformen um.

STEYR/WALDNEUKIRCHEN. In einem neuen Stahl-Bearbeitungszentrum kommt beim Familienunternehmen Hartl Metall in Waldneukirchen eine Bohrtechnologie zum Einsatz, die in dieser Form bisher erst zweimal weltweit getestet wurde. Als erste Schlosserei im deutschsprachigen Raum verwendet Hartl Metall eine ursprünglich für Stahlbauer konzipierte Software, die Produktion und Prozessmanagement steuert.

„Wir investieren heuer neben Geld viel Kraft und persönlichen Einsatz in die Modernisierung unserer Werkstatt und in die Optimierung der Produktionsabläufe. Damit schaffen wir bessere Arbeitsbedingungen für unser Mitarbeiterteam. Die Qualität unserer Erzeugnisse wird auf ein neues Level gehoben. Außerdem steigern wir durch die Investitionen die Fertigungstiefe, verfügen künftig über mehr Gestaltungsmöglichkeiten und minimieren zudem Lärm und Verschmutzung“, erklärt Martin Hartl, Geschäftsführer von Hartl Metall.

Stahl-Bearbeitungszentrum Ficep Excalibur

Die größte Investition ist das neue Stahl-Bearbeitungszentrum Ficep Excalibur. Das neue „Herz der Hartl-Metall-Werkstatt“ dient zur Bearbeitung von Metallteilen, die bis zu 12 mal 1,2 Meter groß sein können. In erster Linie wird auf der Ficep Exalibur in vielen verschiedenen Varianten gebohrt und gefräst. Als eines der ersten Unternehmen weltweit setzt Hartl Metall in diesem Stahl-Bearbeitungszentrum auch die Technologie Fließbohren mit Gewindeformen um. Auf diese Weise können in dünnwandige Bauteile Schraublösungen bis zu M12-Gewinden hergestellt werden. „Das innovative Verfahren wurde auf einer Ficep Excalibur bisher nur in Amerika sowie in Bosnien getestet. Wir sind damit in der Lage, unsere Kunden noch schneller in hoher Qualität servicieren zu können“, freut sich Hartl.

Digitalisierte Produktion und Prozesse

Eine ursprünglich ausschließlich für Stahlbauer konzipierte Software ist der Schlüssel für die Digitalisierung von Schlosserarbeiten. Sie wurde den Bedürfnissen von Hartl Metall angepasst und kommt in der Produktionssteuerung sowie im Prozessmanagement zum Einsatz. Im deutschsprachigen Raum ist das oberösterreichische Unternehmen der erste Anwender. Neben Digitalisierung und Stahl-Bearbeitungszentrum investiert Hartl Metall heuer auch in begleitende Optimierungsmaßnahmen – beispielsweise in ein neues Kleinteillager mit C-Teile-Management, in Schweißtische und in moderne Schweißgeräte.

Corporate Data

Hartl Metall aus Waldneukirchen in Oberösterreich wurde 1980 gegründet und betreibt seit 2005 einen zweiten Standort in Steyr. Das Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Jahresumsatz in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Der Fokus des modernen Schlossers für Gewerbe und Industrie liegt auf Stahl- und Metallbau, Industrietechnik, Schweißtechnik, Brückenkonstruktionen sowie auf Service und Maintenance.
Mehr Informationen auf www.hartl-metall.at
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