11.10.2016, 12:06 Uhr

"Krampfadern sind keine Akuterkrankung"

Telefonsprechstunde: Viele Anrufer hatten Fragen an Oberärztin Silvia Huber vom LKH Steyr zum Thema Krampfadern.

STEYR. Bei den Fragen der Anrufer ging es unter anderem um die richtige Medikation und um die Abklärung von Venen. "Krampfadern sind eine anlagebedingte Bindegewebsschwäche", erklärt Silvia Huber, Fachärztin für Chirurgie am Landeskrankenhaus Steyr. Beine nicht übereinander schlagen, in der Schwangerschaft Stützstrümpfe tragen und Wärme, wie beispielsweise Sauna, eher meiden, nennt die Oberärztin als vorbeugende Maßnahmen, wenn eine Veranlagung zu Krampfadern besteht. "Kneippen oder Walken sind auch Möglichkeiten, Krampfadern zu lindern", so Huber.
Ist die Haut über den Krampfadern trocken oder gerötet, bei Spannungs- oder Hitzegefühl in den Beinen sowie Schwellungsneigung oder Juckreiz, rät die Fachärztin zu einer Operation. "Krampfadern sind keine Akut-erkrankung. Sie entwickeln sich über Jahre." Steht eine OP an, soll der Patient als erstes zum Hausarzt gehen. "Dieser überweist ihn dann zu einem Radiologen für einen Venen-Ultraschall. Gleichzeitig sollte ein Termin in unserer Venenambulanz vereinbart werden. Die Wartezeiten liegen bei drei bis vier Monaten", sagt Huber. Die meisten Krampfadern-Patienten werden im LKH Steyr tagesklinisch operiert.
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