07.11.2016, 15:52 Uhr

Energie- und Umweltexperten: „Steyr passt perfekt zum Tagungsthema“

Vizebürgermister Wilhelm Hauser, Universitätsprofessor Helmut Kroiß, Universitätsprofessor Stefan Jakubek, Alexander Gratzer und Professor Reinhold Christian (v. l.) (Foto: Verein für Ökologie und Umweltforschung, Andreas Kuchler)

Zukunft der Mobilität aus der Sicht von Energie- und Umweltexperten

STEYR. Fest steht, das Auto hat als Statussymbol bei Jungen längst ausgedient. Wie beeinflussen neue, eigentumslose Formen von Konsum und Mobilität unser Leben und unsere Umwelt von morgen? Diese und viele weitere spannende umwelt- und gesellschaftspolitische Fragestellungen mit möglichst praktikablen Antworten werden im Rahmen der Tagung des Vereins für Ökologie und Umweltforschung (VÖU) im traditionellen Automobil-Hot-Spot Steyr präsentiert und kontroversiell diskutiert. Spannend, aufrüttelnd und zum Nachdenken anregend, greifen insgesamt neun Top-Referenten der österreichischen Wissenschafts- und Forschungsszene die hochaktuellen Themen „Energie“, „Mobilität“ und „Lifestyle“ auf, versuchen diese miteinander zu verschränken und ein Zukunftsbild zu zeichnen.

„Steyr passt perfekt zum Tagungsthema“

„Der Konnex zum Automobil-Cluster und insbesondere zum BMW-Motorenwerk in Steyr passt perfekt zu unserem diesjährigen Tagungsthema, das auf die Entwicklung künftiger Energie- und Verkehrssysteme abzielt aber auch unser Verhalten und Zukunftstrends sowie Lifestyle durchwegs kritisch beleuchtet“, erklärt Alexander Gratzer, Geschäftsführer vom Verein für Ökologie und Umweltforschung, einer interdisziplinären Dialogplattform für aktuelle Energie- und Umweltthemen. Insgesamt neun Wissenschaftler aus der heimischen Forschungs- und Mobilitäts-Community widmen ihre Impulsreferate der nachhaltigen Mobilität und versuchen Querverbindungen zu Lifestyle und Wohlstand herzustellen. „Herzlichen Dank an die Organisatoren, dass hier in Steyr eine Tagung auf so hohem wissenschaftlichem Niveau stattfindet“, freut sich Steyrs Vizebürgermeister Wilhelm Hauser.

Steigende Mobilität, sinkende Abgase?

Universitätsprofessor Bernhard Geringer (Vorstand des Instituts für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der Technischen Universität Wien) nimmt die Schadstoffanforderungen in der Fahrzeugantriebstechnik unter die Lupe. Seit dem VW-Abgasskandal ein international hochaktuelles Thema, das derzeit sowohl Autofahrer als auch Medien intensiv beschäftigt. Eine Kernfrage ist, wie künftig der steigende Mobilitätswunsch der Menschen mit der globalen Senkung der Treibhausgase bewältigbar sein wird.

Mit dem Smartphone die Heizung regeln

Clevere Mobilität in Verbindung mit smartem Wohnen beschäftigt schon seit Längerem die Wissenschaft. Während das E-Auto in der Garage geladen wird, managt ein intelligentes und benutzerfreundliches Heizungs- und Lüftungssystem das Eigenheim. „Gestern wurde Kohle geschaufelt und Holz gehackt, heute steuern wir unsere Heizungen bequem über Apps am Smartphone“, erklärt Universitätsprofessor Stefan Jakubek vom Institut für Mechanik und Mechatronik der Technischen Universität Wien. Und er verrät, wie der Homo oecologicus täglich in Interaktion mit der Umwelt seinen Wohnkomfort optimiert.

Eigentumsloser Konsum im Trend

Beim Umwelttag des VÖU in Steyr zeichnen die unterschiedlichen Zugänge der Vortragenden ein durchwegs spannendes Bild von der Zukunft unserer Mobilität. Schon heute zeigt sich zumindest ein Teil der heimischen Bevölkerung gegenüber eigentumslosen Formen des Konsums grundsätzlich aufgeschlossen. Dieser interdisziplinäre Zugang zu brennenden Umweltthemen sowie der Blick über den Tellerrand hinaus zählen zu den Markenzeichen des VÖU.

Verein für Ökologie und Umweltforschung

Der VÖU ist eine Plattform für den Interessensaustausch zwischen Energiewirtschaft und Experten im Bereich Ökologie. Ziel ist es, den Ausgleich zwischen ökologischen und ökonomischen Anforderungen zu fördern.
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