10.08.2016, 17:30 Uhr

Hilfe im Notfall & für die Gemeinschaft

Kommandant Günter Taferner (re.) mit einem Teil der Jugendgruppe und einigen Aktiven. (Foto: Peter Röck)

BezirksRundschau holt Feuerwehren abseits der großen Orte im Bezirk Steyr-Land vor den Vorhang.

BEZIRK. "Die Feuerwehren außerhalb der Ortszentren haben bei Einsätzen große Bedeutung", weiß Wolfgang Mayr, Bezirksfeuerwehr-Kommandant von Steyr-Land. Beispielsweise bei Unwettern, Sturm oder Vermurungen. "Bis die Leute aus den exponierten Lagen ins Feuerwehrhaus im Ortszentrum kommen und sich vielleicht auch den Weg dorthin noch freischaufeln müssen, vergeht viel wertvolle Zeit. Das Feuerwehrhaus, das direkt in der Nachbarschaft ist, erreicht man binnen ein paar Minuten", so Mayr. Auch bei längeren Einsätzen, wie beispielsweise beim Hochwasser 2013, sind die Feuerwehren außerhalb der größeren Ortschaften bedeutend. "Viele, die bei solchen Wehren dabei sind, sind in der Landwirtschaft tätig. Da steht auch nach drei oder vier Tagen noch Personal zur Verfügung."

Opa & Vater auch dabei
Entstanden sind die Feuerwehren außerhalb der Orte aus geografischen Gründen. "Früher war die Feuerwehr nicht so schnell in den weit entfernten Ortsteilen. Die Bauern hatten Rösser und haben sich, wenn es brannte, zusammengetan." Neben den vielen Einsätzen kommen auch der kulturelle und soziale Aspekt nicht zu kurz. "Sie veranstalten Feste und schauen so, dass Geld hereinkommt. Haussammlungen werden auch durchgeführt. Im Prinzip erhalten sich diese Feuerwehren selbst." Auch der Nachwuchs ist kein Thema. "Oft sind der Großvater und der Vater schon dabei", so Mayr.

Zukunft beginnt hier
Eine dieser besagten Feuerwehren ist die FF Saaß. 50 aktive Mitglieder, 15 Jungfeuerwehrmitglieder, davon 5 Mädchen und 9 Mitglieder der Reserve zählt die Wehr. Seit dem 19. Juli 1913 besteht in der Ortschaft Saaß ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Garsten. Am 10. April 1921 wurde die Wehr selbstständig. "Im Winter sind es meistens Verkehrsunfälle. Witterungsbedingt haben wir derzeit viele Sturm- und Wassereinsätze. Dabei arbeiten wir auch gemeindeübergreifend, beispielsweise mit der FF Aschach, perfekt zusammen", erklärt Kommandant Günter Taferner. Beim Nachwuchs schaut's in der Saaß gut aus. "Wir haben zwei sehr gute Jugendbetreuer, die den Jugendlichen viel bieten, auch abseits des Feuerwehrwesens." Taferner war zehn Jahre Jugendbetreuer und hat die Jugendgruppe 1999 gegründet. "Nachwuchsarbeit ist ganz wichtig, weil das unsere Zukunft ist." Unter dem Motto "Zukunft beginnt hier" organisierte die FF Saaß mit den vier Feuerwehren der Gemeinde Garsten auch kürzlich das Jugendlager der beiden Bezirke.
Besonders stolz ist der Kommandant auf das neue Mannschaftstransportfahrzeug, das sich die FF Saaß komplett selbst finanziert hat. "Der neue Wagen kommt hauptsächlich unserer Jugend zugute, für Fahrten zu Trainings oder Bewerben", so Taferner.
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