02.08.2016, 12:41 Uhr

Sonnenblumenfest: Natur statt Asphalt

(Foto: Kai)

Auf den Erfolg des Sonnenblumenfelds auf der Strecke der zukünftigen Westspange folgt nun ein Fest zur Aufmerksamkeitssteigerung.

STEYR. "Die Westspange würde durch das Stadtgebiet führen, nicht außerhalb, wie häufig erklärt", so Alfred Rieger, Obmann des Vereins "Grüngürtel statt Westspange".

Laut Rieger zeigen die Zahlen eindeutig einen Verkehrs-Anstieg in den nächsten Jahren, der durch die geplante Westspange sogar noch verschlimmert werden könnte. Auch mehr Schwerverkehr wird Einzug halten. Fakt ist, das Vorhaben ist beschlossene Sache, unterschrieben und geklärt. "Die meisten Steyrer wollen es so" heißt es. "Das mag stimmen", so der ehemalige Entwicklungsingeneur der MAN. "Doch wollen ist nicht gleich brauchen. Und wir brauchen die Westspange einfach nicht. Es gibt viele Stadtteile, die sie wohl nie nutzen werden, wie beispielsweise Münichholz oder die Ennsleite"

"Wir sind keine Verrückten, Radikalen, wir möchten lediglich die Menschen aufklären und informieren", stellt Rieger klar. Das Fest soll ein gemütliches Zusammensitzen werden, im Rahmen dessen die Anwesenden einige technische Informationen zu der Situation der Westspange bekommen werden.

Ein Zeichen setzen
Rieger lehnt den Bau der Westspange klar ab. Für seinen Verein gilt, statt Entlastungen käme es zu zusätzlichen Belastungen, Emissionen, Verlust von wertvollem Agrarland, Zerstörung von Naherholungs- und Lebensraum und Geldverschwendung. Durch sie käme es zu einer Transitroute durch Steyr.

Das Land Oberösterreich hingegen ist sicher, die Westspange würde eine Entlastung des bestehenden untergeordneten Straßennetzes, eine Verlagerung von dem Steyr umfahrenden Verkehr auf die Westspange gemeinsam mit der Nordspange und eine Reduzierung der Lärm- und Luftschadstoffbelastungen durch die Verkehrsentlastung im innerstädtischen Bereich.

Rieger und sein Verein wollen mit ihrem Sonnenblumenfest ein klares Zeichen setzen. Das Ganze soll am 13. August ab 16 Uhr stattfinden, bei Schlechtwetter wird es in die Maschinenhalle des Bauernhofs Krenn (Weinzierlstraße 5) verlegt. Um 21 Uhr gibt es ein sogenanntes "Feuer der Hoffnung". Für Speis und Trank ist gesorgt, der Eintritt ist frei.
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