28.09.2016, 11:19 Uhr

Sicher Radfahren in Steyr

(Foto: KFV)

KFV appelliert an gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer

STEYR. Radfahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Generell zählen Radfahrer jedoch zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern im Straßenverkehr – denn jeder 8. Verletzte und jeder 12. Verkehrstote ist ein Radfahrer. Aus diesem Grund hat das KFV hat die Sicherheitskampagnen „Hab dich im Blick“ und „Gib Autofahrern eine Chance“ ins Leben gerufen, um die Unfallzahlen zu senken und ein angstfreies, selbstbewusstes Radfahren zu fördern. Im Mittelpunkt der Kampagnen stehen die Radüberfahrten, an denen es aufgrund von Vorrangverletzungen häufig zu Unfällen kommt.
Was viele nicht mehr wissen: auf Radfahrerüberfahrten haben Radfahrer grundsätzlich Vorrang. Trotzdem dürfen Radfahrer die Überfahrt nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für dessen Lenker überraschend befahren. „Im Straßenverkehr sollte es immer um ein sicheres Miteinander von Autofahrern und Radfahrern gehen. Nur so kann es funktionieren. Mit unseren Sicherheitskampagnen wollen wir alle Verkehrsteilnehmer für diese Thematik sensibilisieren“, erläutert DI Peter Felber vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).

Radfahrerüberfahrten im Fokus
Vom 27. bis 30. September sind die Sicherheitskampagnen „Hab dich im Blick“ und „Gib Autofahrern eine „Chance“ in der Stadt Steyr zu Gast. Dabei positionieren sich zwischen 7 und 9 Uhr, 11 und 13 Uhr sowie 15 und 17 Uhr KFV-Mitarbeiter an Radfahrerüberfahrten und machen Radfahrer und Autofahrer auf das richtige Verhalten in diesen sensiblen Bereichen aufmerksam.

Mit dem Schild „Radfahrer im Verkehr, haben es manchmal schwer – Vorrang für Radfahrer“ werden zum Beispiel Autofahrer auf die Vorrangregel aufmerksam gemacht. Sobald sich Radfahrer nähern, wird das Schild so gedreht, dass es für Autofahrer gut sichtbar wird, jedoch die Sicht auf den Radfahrer nicht einschränkt. Dies soll die Aufmerksamkeit der Lenker erregen und ihr Bewusstsein bezüglich der Radfahrerüberfahrten schärfen. Mit dem Schild „Links, rechts links – Vorsicht auch bei Vorrang!“hingegen, werden Radfahrer darauf aufmerksam gemacht, dass der Sicherheitsblick nach links und rechts auch dann wichtig ist, wenn man selbst Vorrang hat. Denn auch wenn man im Regelfall darauf vertrauen kann, dass andere Verkehrsteilnehmer die Rechtsvorschriften befolgen, sind ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme notwendig, um Unfälle zu vermeiden.
„Mit unseren Radaktionen wollen wir erreichen, dass sich jeder selbst in die Rolle des anderen hineinversetzt und wahrnimmt, dass Radfahrer und Autofahrer gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind, die denselben Wunsch haben: sicher ans Ziel zu kommen“, erklärt Peter Felber vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Die Verkehrssicherheitsaktion wird neben Steyr noch in zahlreichen weiteren Gemeinden in Österreich umgesetzt.
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