Wipptal
Am Weg zur Mobilitätswende

Bei einer Besichtigung.
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Mobil neue Wege gehen, doch wie? Der Planungsverband Wipptal hat den Gemeindeentwickler Communalp beauftragt, eine Mobilitätsstudie durchzuführen. Diese wurde vergangene Woche in Matreier Rathaus präsentiert. Wir haben mit GF Walter Peer über mögliche Projekte in der Region gesprochen.

Herr Peer, wie kam es zur Grundlagenstudie und warum wurde das Wipptal dafür ausgewählt?
Peer:
Wir sind Gemeindeentwickler und begleiten Kommunen und Regionen in ganz Österreich dabei, ihr Potenzial zu erkennen und ihre Stärken auszubauen. Die Mobilität spielt dabei eine besondere Rolle, weil sie als Querschnittsmaterie sämtliche Bereiche des Lebens miteinander vernetzt – vom Wohnen über die Arbeit bis hin zur Versorgung. Das Wipptal ist aufgrund der aktuellen Verkehrsproblematik, seiner Talstruktur, seines hohen Pendleraufkommens und seiner touristischen Bedeutung eine ideale Modellregion. So sieht das auch das Verkehrsministerium, das die Studie entsprechend gefördert hat.

Welche Zielrichtung wurde dabei verfolgt?
Unsere Arbeit stand unter dem Motto „Das Zweitauto nicht mehr erforderlich machen“. Wir erkennen, dass der Pkw kein Statussymbol mehr ist. Gerade für junge Menschen wird mit Öffis zu fahren zunehmend cool und zum neuen Lebensgefühl. Viele Menschen kommen aber tatsächlich oder vermeintlich ohne Pkw nicht aus. Da muss das Angebot an Alternativen ständig verbessert und entsprechend kommuniziert werden. Tirol ist hier schon auf einem guten Weg, aber gerade für das Wipptal brauchen wir eine echte Mobilitätswende und ein erfolgreiches Gegenmodell zum Brenner-Chaos.

Das große Ganze zählt. Doch dafür braucht es wohl auch jede einzelne Gemeinde.

Ganz klar. Wir haben in den Prozess alle Bürgermeister der Planungsverbandsgemeinden, den TVB, den VVT, die ÖBB sowie andere regionale und überregionale Mobilitätsanbieter, wie etwa floMobil oder "ummadum", eingebunden. Auch bestehende Vorarbeiten und Bürgerbeteiligungsprozesse wurden berücksichtigt. Am Ende dieses Prozesses standen umsetzungsreife Projekte, die von den Beteiligten mitgetragen und von der Bevölkerung auch entsprechend angenommen werden. Dazu gehören etwa ein Wanderbuskonzept für die Seitentäler, ein Anrufsammeltaxi für Navis, verschiedene Sharing-Angebote und eine Mitfahrbörse.

Eine Studie alleine reicht aber nicht, oder?
Stimmt, Konzepte für die Schublade sind sinnlos. Eine Idee kann ihre Kraft erst entfalten, wenn sie umgesetzt ist. Deshalb haben wir gemeinsam mit PV-Obmann Alfons Rastner bereits ein erstes Treffen zwischen Vertretern von ÖBB, Land Tirol, VVT und diversen Mobilitätsanbietern organisiert, die sich vor Ort ein Bild machen konnten. Gemeinsam sollen die erarbeiteten Konzepte nun Schritt für Schritt realisiert werden.
www.meinbezirk.at

Bei einer Besichtigung.
Communalp-GF Walter Peer
Autor:

Tamara Kainz aus Stubai-Wipptal

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