Auf den Straßen ist jetzt mehr Vorsicht geboten!

BEZIRK (ar/lage). „Hirsch tot, Lenker schwer verletzt!“ Schlagzeilen dieser Art häufen sich im Herbst, wenn die Tiere auf der Suche nach einem Partner vermehrt die Fahrbahnen queren. Zwar waren es in Tirol 2010 nur acht Menschen (österreichweit immerhin 125), die Verletzungen davontrugen. Jedoch – laut Schätzung des ÖAMTC – gibt es auf Tirols Straßen jährlich mehr als 1.000 Kollisionen mit Wildtieren.

Jetzt vermehrte Vorsicht!
Im Herbst, wenn sich das Wild aufgrund sinkender Temperaturen vermehrt in tieferen Lagen aufhält, steigt das Risiko eines Unfalls. Der Tiroler Jägerverband warnt: „Besonders gefährlich sind die Dämmerstunden. Fahren Sie langsamer, vorsichtig und bremsbereit. Die Gefahr ist auf Landstraßen außerhalb des Ortsgebietes, besonders in Waldbereichen, sehr groß. Die Gefahr des Wildunfalles ist aber das ganze Jahr gegeben, nicht nur im Herbst oder Frühjahr“, merkt Bezirksjägermeister Thomas Messner aus Gschnitz an, dass immer Vorsicht geboten ist. Wenn es kracht, entstehen am Auto meist gravierende Sachschäden – für die Tiere enden Kollisionen oft tödlich. Durchschnittlich beläuft sich der Schaden am Fahrzeug Versicherungen zufolge auf 2.500 Euro.

Richtige Vorgehensweise
Wenn es kracht, ist die richtige Vorgehensweise wichtig, sagt Messner: „Unbedingt zuerst Meldung bei der Polizei erstatten, diese hat alle Telefonnummern der zuständigen Jagdschutzorgane. Auch eine leichte Kollision mit dem Wild ist unbedingt zu melden, meis-
tens leben die Tiere nämlich noch und liegen dann schwer verletzt im Straßengraben oder haben sich sogar mit letzter Kraft in den Wald gerettet. Mit einem geeigneten Hund wird dann eine Nachsuche veranlasst, um das Wild von den Qualen zu erlösen.“
Der Bezirk Innsbruck-Land hat hierfür eine Nachsuchestation, die speziell ausgebildete Hundeführer mit Hunden über den ganzen Bezirk verteilt zur Verfügung hat, um das angefahrene Wild zu finden. „Es geht hier um das Wohl der Tiere, und das liegt im Interesse aller“, erklärt der Bezirksjägermeister. Nachsatz: „Dafür sind die JägerInnen in Innsbruck-Land 24 Stunden unentgeltlich für den Tierschutz und nicht zuletzt für die Allgemeinheit im Einsatz. Und dafür möchte ich ihnen recht herzlichen Dank aussprechen!“ Messner gibt abschließend auch zu bedenken: „Das getötete Wild darf nicht eigenmächtig mitgenommen werden, das würde den Strafbestand der Wilderei erfüllen.“
Eine Hilfe zur Vermeidung von Unfällen sind auch Wildwarnreflektoren. „Wir haben in unserem Bezirk auf den ersten Teilstrecken eine Minderung der Wildunfälle um bis zu 90 Prozent erreicht“, so Messner. „Es wäre wünschenswert, wenn man diese Aktion vom Land Tirol, Uniqa Versicherung und Tiroler Jägerverband verlängern könnte.“

Informiert in den Tag starten!

Mit der espresso-App bist du immer und überall top-informiert! Jetzt downloaden und mit etwas Glück eine Nespresso-VERTUO-Kaffeemaschine gewinnen!

Zum Gewinnspiel

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Aktuell
Die Bezirksblätter immer mit dabei! Mit der praktischen ePaper-App.


Gleich downloaden!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen