Patsch
Aus alt neues Vorzeigeprojekt gemacht

Beim Lokalaugenschein: Die Architekten Gertrud Tauber und Andreas Semler, Kathrin Schönherr (Büro LR), Stefan Schöpf (Dorferneuerung), LR Johannes Tratter und Bgm. Andreas Danler (von links vorne)
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  • Beim Lokalaugenschein: Die Architekten Gertrud Tauber und Andreas Semler, Kathrin Schönherr (Büro LR), Stefan Schöpf (Dorferneuerung), LR Johannes Tratter und Bgm. Andreas Danler (von links vorne)
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PATSCH.Erfolgreiche Revitalisierung des 400 Jahre alten "Kasperhofs" beschert Patsch ein neues Schmuckstück.

"Manche haben sie belächelt, anderen haben sie leidgetan", erinnert sich Bgm. Andreas Danler an die Anfänge der aufwändigen Generalsanierung des "Kasperhofs" (wir berichteten). Der ist jetzt aber ein Referenzprojekt.
"Das Haus hat auf uns gewartet", ist sich Andreas Semler im Nachhinein sicher. Er und seine Architektenkollegin Gertrud Tauber dachten nie ans Aufhören. Vielmehr haben sie als Bauherren gemeinsam mit vier Miteigentümern das rund 400 Jahre alte Gebäude mit viel Liebe zum Detail zu neuem Leben erweckt. 20 Jahre hatte es zuvor leer gestanden.

Voller Potenzial

Vom wirklich beeindruckenden Ergebnis überzeugte sich vergangene Woche LR Johannes Tratter. Ihm sind solch achtsame Revitalisierungen ein besonderes Anliegen: "So können Ortskerne belebt, Wohnraum geschaffen und Grund und Boden gespart werden." Daher hat der für die Dorferneuerung zuständige Landesrat über selbige auch Landesförderungen bereit gestellt.
Die Mittel wurden gut eingesetzt. Im Zuge einer substanzschonenden Runderneuerung entstanden auf den insgesamt 650 qm Nutzfläche drei Wohnungen und eine Büroeinheit für das Architektenteam. „Modernste Baustandards wurden mit historischem Flair vereint“, würdigte Tratter das gelungene Projekt: „Das fast 400 Jahre alte Gebäude steht nun wieder für zeitgemäßes Leben und Arbeiten zur Verfügung.“

Baukulturelles Erbe

Die Errichtung des "Kasperhofs" weist in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Das Haus befindet sich im Ortskern von Patsch und steht unter Ortsbildschutz. Der Hof besticht in seiner bäuerlichen Einfachheit mit besonderem Flair, räumlichen Qualitäten, klaren Proportionen und einer gewissen Zeitlosigkeit. Mit seiner prägenden Kalkputzfassade, den Kastenfenstern und der Stadlverschalung ist der alte „neue“ Kasperhof wieder ein lebendiges Schmuckstück im Zentrum von Patsch.
Die Idee für dieses Vorhaben wurde übrigens bereits 2016 von den TIROLER BEZIRKSBLÄTTERN mit dem Regionalitätspreis ausgezeichnet. Bericht und Video dazu finden Sie hier.

Zur Sache

Projekte der Ortskernrevitalisierung finden sich heute bereits in 70 Tiroler Gemeinden. Mit Unterstützung der Dorferneuerung wurden vielerorts in Tirol bisherige Leerstände, die das Ortsbild beeinträchtigen, in attraktive Wohn- und Wirtschaftsflächen für die Bürger umgewandelt. Für Tratter, zu dessen Agenden auch die Raumordnung zählt, eine wichtige Leistung: „Revitalisierung von Ortszentren und qualitätsvolle Verdichtung nach innen bringen einen klaren Mehrfachnutzen. Zentraler Wohnraum wird geschaffen, Baulandreserven auf der grünen Wiese sowie Erschließungskosten werden eingespart und es kehrt wieder neues Leben im Dorf ein.“
www.meinbezirk.at

Autor:

Tamara Kainz aus Stubai-Wipptal

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