Reportage
Besinnungsweg: Wegewerk mit Mehrwert

Der erste Aufschwung führt relativ steil und über hunderte Stufen bzw. rund 400 hm durch den Wald. Ideal, um sich mit sich selber zu beschäftigen und Abstand zu gewinnen. Dann eröffnet sich der imposante Blick in das Pinnistal und man passiert die Wegestationen in leichtem Auf und Ab.
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  • Der erste Aufschwung führt relativ steil und über hunderte Stufen bzw. rund 400 hm durch den Wald. Ideal, um sich mit sich selber zu beschäftigen und Abstand zu gewinnen. Dann eröffnet sich der imposante Blick in das Pinnistal und man passiert die Wegestationen in leichtem Auf und Ab.
  • Foto: Kainz
  • hochgeladen von Tamara Kainz

Der Besinnungsweg im Pinnistal bei Neustift ist nicht nur ob seiner künstlerischen Gestaltung eine Besonderheit.

NEUSTIFT (tk). 1997, als Themenwege im Stubai sonst noch kein Thema waren, reifte im Arbeitskreis "Kirche und Tourismus" die Idee für einen Besinnungsweg. Der erfreut sich seither größter Beliebtheit.

Leitfigur: Friedl Stern

Das Vorhaben wurde unter der Federführung von Mentor Friedl Stern umgesetzt. Ohne öffentliche Gelder und ausschließlich unter Einsatz freiwilliger Arbeitskraft. In den Anfangsjahren wurde die gesamte Wegbetreuung von Stern alleine getragen, später formierte sich um ihn eine Gruppe Engagierter die bis heute alljährlich hunderte, unentgeltliche Stunden in die Instandhaltung investiert. Finanzielle Unterstützung kommt inzwischen auch von der Gemeinde Neustift und dem TVB Stubai", berichtet Hans-Jörg Ranalter. Der renommierte Bildhauer hat seinerseits alle sieben Stationen geschaffen und wartet diese. Viele sind aus Holz, andere aus Stein, manche Objekte lebensgroß, andere Symbole kleiner. Unterstrichen wird ihre Bedeutung durch zum Nachdenken anregende Textstellen – auch von anderen Neustifter Künstlern.

Um die Idee weiterzutragen ...

Die religiös-kunstvollen Wegepunkte verleihen dem Pfad sein besinnliches Erscheinungsbild. Das präsentiert sich interkonfessionell – also für alle Glaubensgemeinschaften gültig. Ranalter: "Dem Betrachter bleibt viel Raum für Interpretationen. Und die Dramaturgie könnte im Angesicht von Kesselklamm & Co. besser nicht sein."
Die Idealisten würden sich freuen, wenn sich weitere Helfer für die Pflege des Besinnungsweges finden, oder die nicht selbstverständlichen Bemühungen der privaten Initiative mit einer kleinen Spende honoriert würden. Ansprechpartner: Leonhard Hofer, Tel.: 0664/73 70 92 76.

Daten & Fakten

Der Besinnungsweg führt vom Eingang des Pinnistals über einen schön angelegten Pfad zur Issenangeralm. Entlang des Weges befinden sich sieben Stationen mit großen Skulpturen und Zitaten aus den Psalmen und dazwischen weitere kleinere Schrifttafeln. Bänke laden dazu ein, zu rasten, frei zu atmen, Aussichten zu genießen und die Umgebung wirken zu lassen auf Sinn und Sinne. Die Gehzeit hin und zurück beträgt ca. drei Stunden. Für Familien geeignet. Parkmöglichkeit in Neustift-Neder. Unter Zuhilfenahme der Elferbahnen kann die Runde auch umgekehrt gemacht werden.
www.meinbezirk.at

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