Brennerbundesstraße: Sperre bleibt weiterhin aufrecht

WIPPTAL (kr). Bereits drei Wochen ist es her: Am 13. September kam es bei Matreiwald (Mühlbachl) zu einem massiven Hangrutsch, der sich über die Brennerbundesstraße ergoss. Seitdem geht nichts mehr – die Brennerbundesstraße ist nach wie vor zu.


Hang noch nicht sicher

Noch immer kommt es zu starken Hangwasseraustritten am aufgerissenen Böschungsbereich zwischen der Brennerautobahn und der Brennerbundesstraße. Nach Einschätzungen der Landesgeologie und externen Geotechnikern heißt es: "Der Böschungsbereich ist derzeit noch nicht standsicher. Das heißt, dass die unter dem Murenanriss verlaufende Brennerbundesstraße aus Sicherheitsgründen für den Verkehr noch nicht freigegeben werden kann."
Hangsicherungsmaßnahmen
Die Hangsicherungsarbeiten werden derzeit ohne Ruhepausen (d. h. ohne Unterbrechungen an den Wochenenden) durchgeführt. Begonnen wurde dabei im oberen Bereich – hier wurden die Bestandsdrainagen über neue Schachtbauwerke aus dem Hang abgeleitet sowie mehrere verankerte Spritzbetonsicherungen umgesetzt, um geeignete Arbeitsplattformen für schweres Gerät herzustellen.
Zur weiteren Stabilisierung des Hanges sollen nun Querstützbauwerke von oben nach unten errichtet werden. Weil Schwerfahrzeuge aufgrund des immer noch großen Wasseranteiles der Böschungen nicht fahren können, konnte mit der Fassung und Ableitung der Hangwasseraustritte erst in dieser Woche begonnen werden.

Zur Sache

Auch die Ellbögener-Straße ist derzeit gesperrt. Grund dafür ist, dass die Straße von Hangrutschungen im Sommer noch sehr mitgenommen ist und sich derzeit auf der Straße Ampelregelungen befinden. Immer wieder kommt es jedoch vor – besonders wenn es sich auf der Brennerautobahn staut –, dass Verkehrsteilnehmer die Sperre ignorieren, um dem Stau und der Mautpflicht zu entkommen. Die Sperre der Straße wird durch die Polizei kontrolliert – diese betont: "Seitens der Polizei finden stichprobenartige Kontrollen statt, am Wochenende wird mehr kontrolliert. Leider kommt es immer wieder vor, dass Pkw-Fahrer die Sperre ignorieren und über Pfons und Ellbögen Richtung Innsbruck fahren wollen." Dies komme vor allem am Wochenende vor, unter der Woche weniger, so die Polizei. 

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