Navis
Corona davongesegelt

"Es war viel Arbeit, ich habe viel Freizeit geopfert, aber es hat sich rentiert", resümiert Gregor Peer nach einigen Sommern auf See.
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  • "Es war viel Arbeit, ich habe viel Freizeit geopfert, aber es hat sich rentiert", resümiert Gregor Peer nach einigen Sommern auf See.
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  • hochgeladen von Tamara Kainz

NAVIS.Im Trockendock am Berghang hat Gregor Peer seinen Katamaran flott gemacht, jetzt sticht er damit regelmäßig in See.

Mit der Atlantiküberquerung hat es noch nicht geklappt, das Mittelmeer aber macht Gregor Peer jeden Sommer wochenlang unsicher. Es war der Traum des heute 65-Jährigen, in der Pension mit seinem Katamaran unterwegs zu sein. Den hat er sich auf durchaus außergewöhnliche Weise erfüllt. Der ehemalige Flugzeugtechniker hat nämlich nicht einfach nur ein solches Wassergefährt gekauft, nein, er hat durch Zufall eines halbfertig erstanden und am elterlichen Hof in Navis in jahrelanger Kleinarbeit seetauglich gemacht. Über das Trockendock am Berghang haben wir berichtet.

Die Adria hinauf und hinab

Drei Tieflader waren dann im Mai 2017 nötig, um den elf Tonnen schweren, 16 Meter langen und acht Meter breiten Katamaran samt dem 21-Meter-Mast von Navis nach Slowenien zu bringen. "Das war kein einfaches Unterfangen. Die Schwierigkeiten begannen schon bei der Tennenbrücke", erinnert sich der Tüftler. Doch der Spezialtransport ist geglückt und nach weiteren, monatelangen Basteleien und Tests vor Ort stach Peer erstmals ins Mittelmeer. Es ging über Koratien und Italien nach Griechenland. Windflauten, Stürme und damit so manch schwieriges Manöver inklusive. "Ich habe meiner Konstruktion schon immer vertraut, aber es ist eben doch ein Prototyp und man weiß ja nie, ob man wirklich alles richtig gemacht hat und ob alles hält - das Wasser hat ja immense Kräfte", weiß Peer.

Von Bucht zu Bucht

Aber das Boot läuft tadellos! So gut, dass der leidenschaftliche Segler mit ihm jetzt jeden Sommer auf See unterwegs ist. Oft mit der Lebensgefährtin, manchmal mit Freunden. Bevorzugt cruist Peer um die griechischen Inseln: "120 der insgesamt rund 3.000 sind bewohnt. Die möchte ich alle besuchen", berichtet er von schönen Augenblicken und Entdeckungen. An Land geht der Kapitän nur für Ausflüge und zum einkaufen: "Das Leben spielt sich sonst rein am Katamaran ab. An Bord habe ich alles, was ich brauche - ich bin sogar energieautark." Ein Umstand, der natürlich auch im heurigen Corona-Sommer ideal war: "Ich bin dem Virus einfach davongesegelt. Am Wasser hast du Abstand genug."
Im Winter daheim
Zum Skifahren und Skitourengehen verbringt Peer den Winter stets zuhause. Nächstes Jahr wird er die Leinen aber wieder losmachen. Auch neue Pläne gibt es: "Ich überlege, die Segel zu streichen und auf Solarkat umzustellen. Da müsste man nur eine Photovoltaikanlage draufbauen. Für Griechenland wäre ein Solarantrieb perfekt." Die Idee, irgendwann eine Atlantiküberquerung zu machen, bleibt parallel dazu aber natürlich auch weiter bestehen.
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