Stubai/Wipptal
"Corona-Massentests machen Sinn"

Mithilfe der flächendeckenden Tests kann nicht nur aktiv die Ausbreitung des Virus reduziert, sondern auch die Kontrolle über das Infektionsgeschehen wieder erlangt werden
  • Mithilfe der flächendeckenden Tests kann nicht nur aktiv die Ausbreitung des Virus reduziert, sondern auch die Kontrolle über das Infektionsgeschehen wieder erlangt werden
  • Foto: Philipp Lipiarski
  • hochgeladen von Tamara Kainz

STUBAI/WIPPTAL.Von 4. bis 6. Dezember finden in Tirol flächendeckende Coronavirus-Testungen statt. Das wird im Stubai- und Wipptal dazu gesagt.

Rotkreuz-Präsident Günther Ennemoser aus Fulpmes vertritt einen ganz klaren Standpunkt: „Ich werde mich auf jeden Fall testen lassen und empfehle jedem, das auch zu tun. In Südtirol haben sehr viele mitgemacht - ich hoffe wirklich, dass wir das auch schaffen. Die Massentestung ist ein guter Weg, um die Pandemie zumindest vorübergehend in den Griff zu bekommen. Es ist wichtig, die Dunkelziffer zu eruieren, denn viele wissen ja nicht, dass sie positiv sind, sind aber ansteckend.“ Dr. Matthias Somavilla bestätigt das: "In unserer Praxisgemeinschaft in Fulpmes haben wir in den vergangenen Wochen viele positiv Infizierte herausgefischt, die teilweise von nichts wussten. Diese Tests mit System machen sicher Sinn, gehen wir hin!" Auch Lucia Schranzhofer von der Marienapotheke in Steinach befürwortet die Massentestung: "Ja, man sollte sich testen lassen. Es tut nicht weh. Bitte aber zu bedenken, dass das Testergebnis eine reine Momentaufnahme und absolut kein Freibrief ist."

"Nur, wenn viele hingehen, bringt's was"

LA Florian Riedl hat sich in seinem Heimatort Steinach zum Mithelfen einteilen lassen: "Natürlich werde ich mich aus Verantwortungsbewusstsein meinen Mitmenschen gegenüber auch selbst testen lassen", sagt er. Riedl hofft, dass die Beteiligung hoch ist: "Es wäre sehr wichtig, dass viele hingehen, sonst ist der ganze Aufwand umsonst. Nur bei einer großen Beteiligung erhalten wir einen aufschlussreichen Überblick über die Gesamtsituation." Denn genau darum geht's wie auch WK-Bezirksobmann Patrick Weber weiß: "Massentests sind die einzige Möglichkeit, die Infektionsausbreitung zu verringern bzw. das Ausmaß der Verbreitung wirklich einschätzen zu können. Mithilfe der flächendeckenden Tests kann nicht nur aktiv die Ausbreitung des Virus reduziert, sondern auch die Kontrolle über das Infektionsgeschehen wieder erlangt werden. Der Stubaier PV-Chef Bgm. Hermann Steixner appelliert daher: "Wir müssen zusammenhalten! Daher meine Bitte an die Bevölkerung von Jung bis Älter: Macht mit!"

Negatives Ergebnis ist kein Freibrief

Kritischer ist Andrea Haselwanter-Schneider, Klubobfrau Liste Fritz, eine gebürtige Pfonerin. Sie meint: "Zumindest Infizierte ohne Symptome kann man auf diesem Weg herausfinden. Jene, die negativ getestet werden, sollten sich aber nicht in falscher Sicherheit wiegen." Haselwanter-Schneider würde außerdem mehrere derartige Testdurchgänge bevorzugen - solche sind für Anfang des neuen Jahres auch schon im Gespräch. Und Neos-Klubobmann Dominik Oberhofer aus Telfes fordert einen durchdachten Plan für Danach: „Die Massentestungen machen nur Sinn, wenn es im Anschluss daran ein vernünftiges und engmaschiges Contact Tracing gibt.
Alle Informationen für die Tiroler Bevölkerung zu Testlokalen, Ablauf der Testungen sowie Übermittlung der Testergebnisse stehen unter www.tiroltestet.at zur Verfügung.
www.meinbezirk.at

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