Der Birkhahn – auch bekannt als „Spielhahn“

Den Winter verbringen Birkhühner die meiste Zeit in selbst gegrabenen Schneehöhlen, um die kalte, nahrungsarme Jahreszeit möglichst ernergiesparend zu überdauern. Um so stürmischer stürzen sich die Hähne dann ins Balzgeschehen. Von den fast schwarzen Körpern der Männchen stechen besonders die weißen Flügelbinden und die Unterschwanzdecken, rot der Überaugenwulst hervor. Auf traditionsreichen Plätzen mit flachem Bewuchs präsentieren sich meist mehrere Fortpflanzungswillige und scheuen selbst Kampfeinlagen nicht, um das Herz eines Weibchens zu gewinnen und letztlich ihre Gene weiterzugeben. Sie blasen sich auf, rufen, vollführen Luftsprünge und stürmen aufeinander los. Manche balzen danach noch auf Baumspitzen weiter, wobei ihre lautes Kollern über mehrere Kilometer hörbar ist. Das unauffällig braun gesprenkelte Weibchen braucht sich unter all den Hähnen nur noch den besten heraus zu suchen. Ihre Arbeit beginnt erst wirklich mit der alleinigen Verantwortung für die Küken. Birkhühner legen ihre Nester etwa zwischen 1.300 und 1.900 Metern Seehöhe an. Ihr Lebensraum ist die obere Waldgrenze, wo sie genügend Zwerg- und Beerensträucher als Nahrungsgrundlage finden. Den geschlossenen Bergwald meiden sie, allerdings brauchen sie vereinzelte Baumgruppen, die sie zur Ruhe aufsuchen. Der Alpenraum gilt als wichtiges Rückzugsgebiet für die rückläufige Art. Im Winter sind Birkhühner vor allem durch Störungen an ihren Ruheplätzen gefährdet.

Für Vogelfreunde, die am Österreichischen Brutvogelatlas von BirdLife mitarbeiten wollen, bitte Informationen anfordern unter: atlas@birdlife.at

Autor:

Arno Cincelli aus Innsbruck

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