„Die ANALphabeten“ präsentierten ihre erste CD

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ELLBÖGEN/INNSBRUCK. Dass es diesmal kein Konzert wie jedes andere sein wird, ließ sich schon anhand der eigenwilligen Bandnamen der zwei Kombos erahnen, die sich am Samstag im Weekender-Club in Innsbruck die Ehre gaben. Die „Rotzpipn“ aus dem Wiener Stadtteil Simmering eröffneten vor den Headlinern „die ANALphabeten“, die zu Ihrer CD Präsentation ihrer neuen Platte „BERG:PO:ETHIK“ gerufen hatten.

Und dem Ruf waren viele gefolgt, denn das Weekender war rammelvoll. Stilecht zu den "Volxpunkern" aus dem Wipptal passend, wurde gleich am Eingang von zwei bildhübschen Zwillingen in Dirndln Begrüßungsschnaps aus Marketender-Fässchen an die ZuseherInnen verteilt, ehe die erste Band ihre Verstärker aufdrehte.

Die Proletenrocker "Rotzpipn" (ihres Zeichens bereits Gewinner des FM4-Protestsongcontests) starteten mit wilden rockigen Gitarrenriffs, deftigen Texten und einem Sänger, dessen Stimme Lemmy von Motörhead von seiner Wolke aus wohl anerkennend herunterlächeln ließ. Das vorherrschende Thema der "Grind-Rocker" aus dem schönen Wien drehte sich um Kopulation in all ihren verschiedenen Formen und Vielfalt, jedoch auf eine so wienerisch proletig-witzige Art, dass sogar Mundl Sackbauer dabei rot anlaufen würde. Das Publikum wurde jedenfalls bestens unterhalten und war auf die nachfolgende Band eingestimmt.

Wer „die ANALphabeten“ noch nicht kennt, ist in der Regel vom - auf den ersten Blick etwas verstörenden - Bandnamen irritiert. Doch allzu viele Neulinge dürften an diesem Abend nicht im Weekender gewesen sein. Das Publikum zeigte sich jedenfalls schon von Beginn an bei den gewohnt ironisch-sarkastischen Liedern der Wipptaler äußerst textsicher und motiviert. Die Band, die wie immer in Krachlederner die Bühne rockte, legte auch gleich energiegeladen los und konnte von Anfang an mit ihrer Mischung aus volkstümlichen klängen, Ska, Metal und Punk das Publikum auf ihre Seite ziehen. Die vier Musiker boten eine kurzweilige und abwechslungsreiche Show, die diesmal mit Gastmusikern (Posaune, Trompete und Ziehharmonika) gespickt war und dadurch auch musikalisch an Substanz gewinnen konnte. Der volle Club brodelte und die Stimmung, die am Samstag dort herrschte, hätten wohl auch bekanntere Bands bei ihren Auftritten dort mitunter gerne gehabt.

Autor:

Arno Cincelli aus Innsbruck

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