Bergwaldprojekt
Ein Stück Heimat pflegen und erhalten

"Nicht nur konsumieren, sondern auch was beitragen", möchte Barbara Egg aus Innsbruck.
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  • "Nicht nur konsumieren, sondern auch was beitragen", möchte Barbara Egg aus Innsbruck.
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Die beliebten Bergwaldprojekte des ÖAV bekommen im heurigen Sommer ein kleineres Pendant im Wipptal.

NEUSTIFT/GSCHNITZTAL (tk). Sie sind fast immer ausgebucht, obwohl es für die Teilnehmer ein echter Knochenjob ist. Alljährlich engagieren sich Hunderte im Rahmen der Bergwaldprojekte des ÖAV, von denen einige regelmäßig im Wipp- und Stubaital stattfinden. So auch vergangene Woche, als acht Freiwillige aus Österreich und Deutschland auf der Ranalt Alpe eine Woche lang tatkräftig mithalfen zu "schwenden", also die Flächen von tonnenweise Steinen und Bäumen zu befreien und im Windwurfbereich Tannen – die optimale Baumart für das Klima der Zukunft – einzusetzen.

"Anstrengend, aber cool!"

"Das Kreuz hats gemerkt", lachten die Damen und Herren jeden Alters, dennoch bestens gelaunt und glücklich darüber, der Natur "etwas zurückgeben" zu können. "Ich mache mit, weil die Arbeit sinnstiftend ist und sozusagen ein Gegenstück zum Massentourismus darstellt. Das ist mein kleiner Beitrag zum Umweltschutz. Außerdem kriege ich hier den Kopf frei – ein schöner Ausgleich zum Büroalltag", erklärt etwa Barbara Egg aus Innsbruck, warum sie sich heuer erstmals für diese Auszeit der anderen Art entschieden hat. "Alle sind voll motiviert, ihr macht das super! Viele schaffen einfach viel", bedankte sich der Obmann der Agrargemeinschaft Ranalt, Nikolaus Ranalter, für die Unterstützung. Dem Dank schloss sich auch Vizebgm. Andreas Gleirscher in Vertretung für die Gemeinde an: "Wie man immer wieder sieht, können Teile des Schutzwalds über Nacht weg sein. Umso wichtiger sind Initiativen wie diese."

Zwei Tage auf Trinser Mahdern

Das Bergwaldprojekt wurde von Schutzgebietsbetreuer Klaus Auffinger geleitet. Auch er weiß, dass es noch mehr Interessenten und durchaus auch noch mehr Orte im Stubai- und Wipptal gäbe, wo Hilfe willkommen wäre, aber: "Der ÖAV stemmt österreichweit nicht mehr als 30 Bergwaldprojekte pro Jahr." Daher hat die Schutzgebietsbetreuung für den heurigen Sommer gemeinsam mit dem TVB Wipptal ein Freiwilligenprojekt ins Leben gerufen, das ähnlich abläuft: "Es heißt 'Tirol ganz echt' und man kann sich im Zuge dessen an zwei Terminen im Sommer jeweils zwei Tage lang nützlich machen. Das Einsatzgebiet sind Bergmähder in Trins – sie sollen revitalisiert werden." Zu guter Letzt äußerte Auffinger auch noch die Hoffnung, dass sich "vielleicht auch der TVB Stubai beginnt, zu interessieren."
www.meinbezirk.at

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