Handwerk
Eine kleine, aber dafür sehr spannende Welt aus Holz

Der Vorteil, wenn es so voll ist? "Man kann nicht umfallen!", lacht Danler.
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  • Der Vorteil, wenn es so voll ist? "Man kann nicht umfallen!", lacht Danler.
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  • hochgeladen von Tamara Kainz

Er ist (Larven-)Schnitzer und Wanderhändler – die Leidenschaften ergänzen sich ideal. An Nobert Danlers Laden in Ellbögen kommt man kaum vorbei.

ELLBÖGEN (tk). "Andere gehen gerne auf den Berg, mein Leben ist das hier", lacht Norbert Danler und schaut in seinem Ladele im Mühltal die Runde. Auf den paar Quadratmetern gibt es wirklich was zu sehen! Larven aller Art hängen von der Decke, Krippenfiguren und diverse Ziergegenstände stapeln sich in den Regalen. Dazwischen halb bearbeitete Zirbenholzblöcke, Schnitzwerkzeug und was man sonst noch so zum Arbeiten braucht. "Eigentlich ist es mehr eine Sammlung, ein Museum", erklärt Danler, dass er längst nicht alles verkauft und, wenn doch, die Preise "nach Sympathie" festlegt, denn: "Ums Geld geht's mir weniger." Dass sich der 60-Jährige wohl wirklich manchmal schwer von seinen Stücken trennen kann, ist schon von außen unübersehbar – immerhin ist auch der gesamte Eingangsbereich des Geschäfts auffällig mit allerlei Kreativem aus Holz verschönert.

Ausstatter vieler Vereine

Trotzdem kommen sie alle, und das regelmäßig: Die Schellenschlåger aus dem eigenen Dorf, die Brauchtumsgruppe aus Neustift, die Hexen aus Pfons, die Tuifl aus Mieders, die Muller aus den MARTHA-Dörfern, ja sogar Krampusse aus Japan und viele andere, die schöne Larven für diesen oder jenen Anlass wünschen. Nach beinahe fünf Jahrzehnten der Praxis ist Danler ein wahrer Meister im (groben) Schnitzen. "Ich kenne den Stil eines jeden Ortes. Da muss man genau sein", erklärt er. Am liebsten und fast immer verwendet er für seine Arbeiten Zirbenholz. Das bekommt er von den Bauern aus der Umgebung, meist im Zuge eines Tauschgeschäfts. Ähnlich verhält es sich mit Kuhzähnen, Rossschwänzen, Hörnern und Schellen sowie vielen weiteren Utensilien, für die der letzte gewerbliche Schnitzer im Wipptal früher oder später wieder irgendwo Verwendung findet. Sollten Sie selbst im Sammelsurium stöbern wollen: Das Geschäft ist von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 16 bis 17 Uhr geöffnet.
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