Fulpmes
Fern ist die Wärme in Medraz

Die Liste "Gemeinsam für Fulpmes" bezeichnete den Ablauf der Arbeiten im vergangenen Jahr als "nicht ideal". Heuer erfolgen umfassende Umplanungen.
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Es läuft nicht gerade nach Plan mit dem Ausbau der Fernwärme in Fulpmes-Medraz. Anschlusswillige müssen sich weiter gedulden.

FULPMES. Die Heizzentrale der Wärme Stubai GmbH im Fulpmer Industriegebiet liefert aktuell Wärme für einige Großkunden, Miet- und Wohnobjekte. Es wurde darüber hinaus entschieden, dass von diesem Heizwerk aus auch eine flächendeckende Versorgung der Ortsteile Medraz (Sonnegg) und Medrazer Stille ausgebaut werden soll. Im vergangenen Jahr wurden hier im Zuge umfangreicher Grabungsarbeiten zwar gut 2,5 km der insgesamt nötigen ca. 5,5 km Leitungen verlegt, angeschlossen wurde aber lediglich ein Haushalt. Für heuer schaut es noch schlechter aus: Es wird nämlich voraussichtlich gar nichts passieren.

"Keine Planungssicherheit"

"Einige Interessenten einschließlich mir warten schon dringendst auf den Anschluss da manche Ölheizungen bald ihren Geist aufgeben werden. Andere haben bereits auf Gas umgestellt", ärgert sich Peter Brugger, dass die "vollmundigen Versprechungen" nicht eingehalten werden. Er ist einer von gut 35 Betroffenen in Medraz, die Fernwärme beziehen wollen, aber: "Das Vorhaben gestaltet sich äußerst mühselig! Ärgerlich ist auch, dass wir kaum Infos erhalten, wie es weitergehen soll", sagt der Fulpmer. So wussten die Interessenten heuer etwa bis Sommerbeginn nicht, ob sie nochmal Öl bestellen sollen.

Gesellschafterdarlehen beschlossen

Tatsächlich hakt es derzeit an mehreren Stellen, wenngleich die Gemeinde Fulpmes nach wie vor voll hinter dem Ausbau steht. Zum einen wurden die Arbeiten neu ausgeschrieben. Auch die Finanzierung musste neu aufgestellt werden, da der ursprünglich geplante Projektumfang zwischenzeitlich erweitert wurde, respektive von 750.000 Euro auf 1,2 Millionen angestiegen ist – eben um die Versorgung in Medraz flächendeckend anbieten zu können. Damit das ermöglicht werden kann, muss die Gemeinde jetzt allerdings mit einem Gesellschafterdarlehen einspringen. Zu guter Letzt gestaltet sich die Rohmaterialbeschaffung während der Corona-Krise schwieriger, als gedacht.

Lieferverzögerungen und mehr

"Es mussten einige gravierende Anpassungen vorgenommen werden", ließ die Gemeinde Fulpmes dann Mitte Juni auch via Postwurf wissen und schrieb von "umfassenden Umplanungen". "Die Ausschreibungen sind zwischenzeitlich erfolgt und es laufen die abschließenden Bankgespräche zur Finanzierung", wurde weiters informiert. Mit dem Fazit, dass man dadurch leider in Verzug geraten sei und man sich daher nicht in der Lage sehe, im heurigen Jahr den erweiterten Ausbau der Fernwärme zu realisieren. "Die Umstände machen es erforderlich, den Baubeginn in das Frühjahr 2022 zu verlegen. Wir können aber versichern, dass wir alles unternehmen, um für die Heizperiode 2022/2023 Fernwärme zur Verfügung stellen zu können", hieß es abschließend.

2022 geht's weiter

Kurt Schwarz, Geschäftsführer der Wärme Stubai GmbH bestätigt das: "Eigentlich ist jetzt alles auf Schiene, sodass wir im nächsten Jahr mit Vollgas weiterarbeiten können!" Von den Beschwerden, die sich teils auch massiv gegen seine Person richten, hat er gehört. Schwarz dazu: "Die Leute stellen sich das alles vielleicht zu einfach vor! Es gibt eben Faktoren, die uns in die Warteschleife bugsiert haben. Das tut uns natürlich leid!" Nachsatz: "Bei E-Mails muss ich mich entschuldigen, da kann das ein oder andere untergehen, aber wer mich anruft, erhält jederzeit Auskunft."
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Die Liste "Gemeinsam für Fulpmes" bezeichnete den Ablauf der Arbeiten im vergangenen Jahr als "nicht ideal". Heuer erfolgen umfassende Umplanungen.
Die Neuaufstellung der Finanzierung und die Lieferverzögerungen bedingen, dass das Projekt Fernwärme heuer auf Eis liegt.
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