Reaktionen auf Beschluss
Freude bei den einen, Leid bei den anderen

Jubel gibt es beim TVB, der die Stubaier dieser Tage auch mittels Postwurf nochmal über die Vorteile der Verbindung aufklärte. Die Grünen reagieren auf die Entscheidung mit Unverständnis.
  • Jubel gibt es beim TVB, der die Stubaier dieser Tage auch mittels Postwurf nochmal über die Vorteile der Verbindung aufklärte. Die Grünen reagieren auf die Entscheidung mit Unverständnis.
  • Foto: Kainz
  • hochgeladen von Tamara Kainz

Die ersten Reaktionen auf die jüngste Entscheidung des Neustifter Gemeinderats zum Projekt "Stubaier Hausberge" ließen nicht lange auf sich warten.

STUBAI. „Mit ihrer weitsichtigen Entscheidung beweisen die Neustifter Gemeinderäte gesamtheitliches Denken und Zukunftsorientierung im Sinne des gesamten Stubaitals“, freut sich TVB-Obmann Adrian Siller über den positiven Beschluss. „Damit kommen wir unserem Ziel, ein umfangreiches Freizeit- und Sportangebot für Einheimische und Gäste direkt vor unserer Haustür zu schaffen und langfristig zu erhalten, ein gutes Stück näher. Zudem wird die geplante Verbindung auch zur Verkehrsberuhigung beitragen. Durch die Verbindung wird nun auch eine Modernisierung der Anlagen am Elfer möglich“, zeigt sich Siller überzeugt.

BI: "Vorhaben ist aus der Zeit gefallen"

Die Vertreter der Bürgerinitiative "Rettet die Goldsutten" kommentieren das Ergebnis als "enttäuschend", wenngleich damit zu rechnen gewesen wäre. Kritisiert wird insbesondere das Abstimmungsverhalten der Befürworter, denn diese würden "offensichtlich die Stimmung in der Bevölkerung und dabei speziell der Jungen ignorieren". Die Debatte über die Skigebietserweiterung bezeichnen Michael Stern, Robert Span und ihre Mitstreiter als Negativwerbung für das Stubaital: "Viele Regionen verschreiben sich nachhaltigen und naturverträglichen Tourismuskonzepten und im Stubai wird auf eine Lift-Neuerschließung gesetzt, die völlig aus der Zeit gefallen ist." Sie werfen den Projektwerbern vor, "mit dem Kopf durch die Wand" zu wollen und sind zugleich sicher, dass zumindest das Teilprojekt Zubringerbahn nicht realisierbar sein wird. Viele Gründe dafür und weitere Gedanken zur entscheidenden Sitzung sind auf der Homepage www.goldsutten.com aufgelistet.

Grüne: „Falsches Signal“

Auch die Tiroler Grünen werten die Zustimmung als komplett falsches Signal. „Das ist ein Tourismuskonzept wie aus den 1980er Jahren. Null Prozent Innovation, 100 Prozent altbackenes Konzept. Das lockt keinen einzigen Gast mehr an und bringt den Einheimischen nichts. Hier werden Millionen in die Natur gesetzt, die viel innovativer investiert werden könnten“, so der Grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid.


"Stubaier werden aufstehen"

Der Grüne Klubobmann Gebi Mair, selbst ein Fulpmer, geht davon aus, dass sich der Widerstand gegen die reine Zubringerbahn jetzt erst so richtig formieren werde. „Die Stubaier werden gegen das Projekt aufstehen, da bin ich mir sicher. Denn für so eine Zubringer-Millionengondel hat doch niemand Verständnis. Auf der einen Seite fehlt es an Mehrwert, auf der anderen Seite wird viel unberührte Natur und Kulturlandschaft verbaut“, so Mair. Und es bleibe ja nicht bei einem Lift, merkt er an. „Die Erschließungswege inklusive Tunnelsprengung müssten in diesem Lawinengebiet so stark gesichert werden, dass tausende Tonnen Lawinenverbauung in die Kulturlandschaft gesetzt werden müssen“, kritisiert Mair.
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