Große Aufregung um Volksschulkinder

Der Grieser Bürgermeister hält eine Schulsprengelzusammenlegung für sinnvoll - Obernberg sieht das anders.
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GRIES AM BRENNER/OBERNBERG AM BRENNER (nais). Ein Leserbrief eines Obernberger Gemeinderats erreichte die Bezirksblätter, in dem es heißt: „Die Gemeinde Gries am Brenner versucht die VolksschülerInnen von Obernberg nach Gries zu holen. Gute Nachbarschaft schaut anders aus.“
Aufgrund weniger Schulkinder und einem geplanten Neubau hat die Gemeinde Gries am Brenner darüber abgestimmt, ob die Schulsprengel von Gries und Obernberg zusammengelegt werden sollen – und diese Abstimmung traf mit 13 Stimmen dafür und 0 Stimmen dagegen auf absolute Zustimmung - seitens der Gemeinderäte in Gries. So heißt es weiter im Leserbrief „Der Schulsprengel Obernberg umfasst, aus geografischer Überlegung, auch den Bereich Gries-Aue, welcher im Bereich des Obernberger Talbodens liegt. Diese Bewohner sind in der Gemeinde Obernberg im Kindergarten, in der Volksschule sowie in der Pfarrkirche, Feuerwehr und Vereinen integriert. Für den Schulbesuch in Obernberg sind von der Gemeinde Gries Transferzahlungen zu entrichten. Auch diese Transferzahlungen wurden vom Gemeinderat von Gries mit 13 zu 0 Stimmen eingestellt.“

Immer weniger Kinder

Der sogenannte Betriebsbeitrag beläuft sich pro Kind und Jahr auf 1.500 Euro. „Geld, welches für die eigene Volksschule dringend benötigt werden würde.“, so der Grieser Bürgermeister Karl Mühlsteiger. Dieser bestätigt, dass ein Schreiben die Volksschulen betreffend beim Land Tirol eingebracht wurde. Denn auch die Kinder, die zwar in Gries wohnen, aber aus geografischer Überlegung in Obernberg zur Schule gehen, fehlen der Grieser Volksschule: Aus ursprünglich vier Klassen sind mittlerweile nur noch drei geworden, eine weitere Klassenzusammenlegung wird befürchtet. „Weiters wird ein Eingehen auf individuelle Bedürfnisse oder individuelle Förderung von Schülern kaum noch möglich sein. Auch der Betrieb der Volksschule wird für die Gemeinde als Schulerhalter in Relation zu den Schülerzahlen zusehends teurer. In Zeiten, in denen Sparsamkeit so groß geschrieben wird, gilt es Synergiemöglichkeiten so gut als möglich zu nutzen und vorhandene Ressourcen optimal einzusetzen.“ Die Gemeinde Gries am Brenner wäre also für eine Schulzusammenlegung – in Gries – bereit.
Doch das kommt für den Obernberger Bürgermeister Josef Saxer nicht in Frage. Aus seiner Sicht ist die ganze Aufregung umsonst, denn eine Schulzusammenlegung ist nicht gewünscht und diese wäre nur möglich, wenn beide Gemeinden zustimmen - was Bürgermeister Saxer wie erwähnt strikt ablehnt.
Das bestätigt auch das Büro von Landesrätin Palfrader: "Nur beim Wunsch der jeweiligen schulerhaltenden Gemeinde, ihre Schule aufzulassen bzw. mit einer anderen Schule zusammenzulegen, würde von der Bildungsdirektion für Tirol geprüft werden, ob dies bewilligt werden kann. Da im konkreten Fall beide Gemeinden ihre Volksschule erhalten wollen, wird es derzeit zu keinen Änderungen kommen."

Schulsprengel-Neuverteilung

„Sollte kurz- und mittelfristig eine Schulsprengelzusammenlegung nicht möglich sein, ist es das Ziel des Gemeinderates von Gries am Brenner, die bestehende Schulsprengelgrenze zu ändern, sodass alle Gemeindebürger von Gries am Brenner auch die Volksschule in Gries besuchen dürfen. Ich bin überzeugt, wenn eine Wahlmöglichkeit für die betroffenen Kinder und Eltern bestehen würde, eine Entscheidung sehr unkompliziert und rasch erfolgen würde. Des Weiteren bin ich auch der Meinung, dass früher oder später eine Zusammenlegung der Volksschulsprengel unumgänglich ist, da die Kinderzahlen leider stark rückläufig sind und man Kleinstvolksschulen nicht mehr länger erhalten können wird.“, so Bürgermeister Mühlsteiger.

Weitere Infos aus dem Stubai-/Wipptal finden Sie hier.

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