Bezirksblätter vor Ort
Gschnitz: Viele Projekte in Realisierung

Bgm. Christian Felder und Vizebgm. Andreas Pranger

Von Lawinenverbauung über Baugrunderschließungen bis hin zur Überdachung des Recyclinghofes – in Gschnitz ist gerade so einiges los!

GSCHNITZ. In der aktuellen Ausgabe unserer Serie "Bezirksblätter vor Ort" setzen wir den Fokus auf die Gemeinde Gschnitz. Zu Anfang des Jahres wurde im BEZIRKSBLATT skizziert, was in der Gemeinde heuer alles realisiert werden soll – jetzt ist klar: Das und noch viel mehr wurde realisiert im Gschnitztaler Bergsteigerdorf im oberen Wipptal.

Lawinenverbauung läuft

Immer wieder kam es im Gschnitztal zu Vermurungen – eine der schlimmsten Murenkatastrophen passierte im Jahr 2020. "Die Lawinenverbauung durch die Wildbach- und Lawinenverbauung in der Gallreide ist voll am laufen – auch heuer können wir wieder einen großen Bauabschnitt fertigstellen", so Bürgermeister Christian Felder und fügt hinzu: "Die Verbauung wird jetzt immer schwieriger, je höher man hinauf kommt – da wird die Gefährdung für die Arbeiter immer größer und damit auch der Aufwand, bis die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen für die Arbeiter vor Ort getroffen sind." Bis die Lawinenverbauung für den gesamten Ortskern fertig gestellt ist, werde es sicherlich noch drei Jahre dauern, so Bgm. Felder: "Erschwerend hinzu kommt außerdem, dass der Graben aufgrund der vergangenen Murenereignisse tiefer geworden ist, die Topografie sich also verändert hat." Die Kosten dafür belaufen sich jedes Jahr – je nach Bauabschnitt – zwischen 350.000 und 500.000 Euro.

Verbauung Gschnitzbach

Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit im Falle von Naturereignissen istdie Verbauung des Gschnitzbaches. Vizebürgermeister Andreas Pranger hält fest: "Die Projektierung ist abgeschlossen – sobald die entsprechenden Unterlagen vom Land Tirol ausgearbeitet wurden, wird das Projekt im Gemeinderat präsentiert." In einer ersten Bauphase soll die Verbauung vom Bereich Gschnitzbach bis zur Volksschule erfolgen, danach in der zweiten Bauphase der Bereich "Silbergasser" und in der dritten und finalen Bauphase der Bereich Pavillon Gschnitz.

Baugrunderschließungen

Um die Gemeinde Gschnitz für junge Familien wieder attraktiver zu machen, wurden in den vergangenen Jahren neue Baugrundstücke neu gewidmet – insgesamt zwölf an der Zahl im Bereich "Stauden Ost", die allesamt bereits vergeben wurden. Heuer hat man nun zwölf neue Baugrundstücke erfolgreich gewidmet – auch hier wurden drei Grundstücke bereits verkauft, neun stehen noch zur Verfügung. Bgm. Felder: "Wir wollen gerne mehr junge Familien in unserem Ort haben. Der Gemeinderat hat außerdem beschlossen, dass die neu entstandenen Baugründe ausschließlich an einheimische Gschnitzer Familien vergeben werden." Um dieses neu entstandene Bauland auch zu schützen, wurde im Hintergrund seitens der Gemeinde auch ein Lawinenverbauungsprojekt mit Kosten von rund 1 Mio. Euro realisiert. "Das Bauland in der neuen Siedlung ist laufend erweiterbar. Wenn die zwölf Grundstücke der zweiten Erweiterungswelle vergeben sind, können wir weitere zwölf ausbauen", erklärt Vizebürgermeister Andreas Pranger.

Überachung Recyclinghof

Ein weiteres Projekt der Gemeinde Gschnitz ist die Überdachung des Recyclinghofes. Bauverhandlung und Auftragsvergabe sind bereits über die Bühne und die erste Bauphase wird noch dieses Jahr umgesetzt. Bgm. Felder: "In dieser ersten Phase werden die Grundmauern und Einfriedungen geschaffen." In der zweiten Bauphase folgt die Überdachung, in der dritten dann die gesamten restlichen Arbeiten.

Barrierefreier Wanderweg

Bereits in der Phase der Fertigstellung ist ein barrierefreier Wanderweg zwischen den Gemeinden Gschnitz und Trins, der von der Gemeinde in Kooperation mit dem TVB Wipptal und der Gemeinde Trins realisiert wird. Es handelt sich dabei um einen 1,20 Meter breiten Rundwanderweg, der speziell für Kinderwägen oder auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist – er liegt zu 50 % auf dem Gemeindegebiet von Trins und u 50 % auf dem Gemeindegebiet von Gschnitz. Wann der Weg vollständig fertiggestellt ist und auch wann die Eröffnung stattfindet, steht noch nicht fest.

Zukunftsprojekt Kindergartenerweiterung

Für die Zukunft ist in Gschnitz eine Kindergartenerweiterung geplant. Bgm. Felder erklärt: "Weil wir eben viele junge Familien auch durch die Baugrunderschließungen wieder nach Gschitz holen wollen, steigt naturgemäß dann auch die Zahl der Kinder und der Bedarf an Kindergartenplätzen. Wir als Gemeinde sind jetzt gefordert, die entsprechende Infrastruktur anzupassen." So etwas zu planen und zu realisieren, brauche viel Vorlaufzeit, weswegen man bereits jetzt daran arbeiten solle, so die Gemeinde. Derzeit besuchen in Gschnitz 14 Kinder den Kindergarten.

Viele "kleinere" Projekte

Neben den beschriebenen, großen Projekten, wurden auch zahlreiche kleinere in Gschnitz realisiert: Es wurde beispielsweise der Parkplatz St. Magdalena am Ortsanfang fertiggestellt. "Dieser Parkplatz hat eine sehr hohe Frequenz aufgrund des neuen Klettersteigs. Wir seitens der Gemeinde wollen durch sehr humane Parkplatzgebühren von drei Euro pro Tag, dass einfach alle Kosten getragen sind", so Vizebgm. Andreas Pranger.
Ebenfalls erneuert wurde die Beleuchtung, indem nun LED eingesetzt wird. Darüber hinaus wurde die Bachverbauung im Bereich Mader, bei der alles unterspült wurde, wiederhergestellt, sowie der Gschnitzbach in Richtung Laponesalm geräumt. Außerdem ist man gerade gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung dabei, den Lawinendamm im Bereich Silbergasser zu erhöhen und auch die Geschiebesperre Sandesbach zu räumen.
Last but not least wurde in Gschnitz ein weiteres Buswartehäuschen gebaut – bis jetzt hat man nun drei erbaut, nächstes Jahr folgt das vierte. Bgm. Felder: "Wir haben dabei auf den Natrustoff Holz gesetzt und auch geschaut, dass heimische Firmen die Wartehäuschen errichten." Ein Wartehäuschen kostet rund 10.000 Euro.

Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den meinbezirk.at-Newsletter an

Gleich anmelden

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Die Bezirksblätter immer mit dabei! Mit der praktischen ePaper-App.


Gleich downloaden!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen