Stubai-Wipptal
Gute Stimmung in unseren Geschäften!

Der Neustifter Marktleiter Martin Pfurtscheller mit Mitarbeiterin Nici, die penibel darauf achtet, dass alle Regeln eingehalten werden.
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  • Der Neustifter Marktleiter Martin Pfurtscheller mit Mitarbeiterin Nici, die penibel darauf achtet, dass alle Regeln eingehalten werden.
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STUBAI/WIPPTAL. Der erste Schritt in puncto "langsames Hochfahren" bedingte, dass viele Händler im Stubai- und Wipptal heute wieder öffnen konnten. Bei einem Lokalaugenschein trafen wir auf viele fröhliche Gesichter – hinter den Masken.

Unseren Streifzug starteten wir gleich morgens beim Lagerhaus in Neustift. Während die Menschen vor so manchem Innsbrucker Bau- oder Gartenmarkt zu dieser Zeit bereits in langen Schlangen anstanden, war zwar auch in der Kampl viel los, vor der Türe auf Einlass warten musste hier aber niemand. "Ab heute arbeiten wir wieder in voller Besetzung", informierte Marktleiter Martin Pfurtscheller. Im Lagerhaus konnte zuvor vorübergehend nur das Notwendigste wie Futtermittel für Tiere erstanden werden. Vergangene Woche wurde das Angebot dann schon etwas ausgedehnt und seit dieser Woche steht Heimwerkern und Gartenfreunden endlich wieder das volle Sortiment zur Verfügung. "Selbstverständlich nur unter Einhaltung aller geltenden Regeln", verwies Pfurtscheller auf eine Hinweistafel beim Eingang, auf der sechs Punkte von Maskenpflicht über Desinfektion bis hin zur obligatorischen Verwendung eines Wagerls angeführt sind. Pfurtscheller: "Die Hauptsaison spielt sich bei uns von Mitte März bis Mitte Juni ab. Durch die Schließung ist viel weggefallen, aber wir sind dennoch froh, dass es jetzt wieder weiter geht."

"Über Nacht" Homepage erstellt

Auch ein Dorf weiter in Fulpmes machte sich schon am Vormittag ein erster Hauch der "neuen Normalität" breit. Bei Radsport Steixner tummelten sich ebenfalls zahlreiche Kunden, nachdem Klaudia und Hubert Steixner gemeinsam mit allen Mitarbeitern zum ersten Mal nach einem Monat wieder persönlich zur Verfügung standen. Die Zwangspause überbrückte man mittels einer von Tochter Lara eilig eingerichteten Website. Über diese war zumindest ein Teil der Produktpalette erhältlich: "Ostern wurde ja nicht verschoben, deswegen haben wir versucht, online vor allem Kinderfahrräder anzubieten. Die Bestellungen wurden dann von uns kontaktlos ausgeliefert. Natürlich war der Umsatz mit jenem, den wir normalerweise im Geschäft erzielen nicht zu vergleichen, aber auf diesem Weg konnten wir den Kundenkontakt doch aufrechterhalten", zeigte sich Klaudia Steixner erleichtert. Noch erleichterter sind sie und das gesamte Team freilich darüber, dass sie die neue Sommerware ab sofort wieder "direkt" präsentieren dürfen.

Lieferservice eingeführt – der soll bleiben

Gut angenommen wird auch der Lieferservice, den Elektro Peer in Matrei in der jetzigen Krise eingerichtet hat. So gut, dass er nun ein fixer Bestandteil des Angebots bleiben soll, auch wenn das Fachgeschäft ab sofort und bis auf Widerruf von Montag bis Samstag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr wieder aufgesucht werden kann. "Ob Kaffeesachen, verschiedenstes Zubehör oder speziell Einbaugeräte – gerade für ältere Menschen hat sich unser momentan kostenloser Zustelldienst total bewährt. Daher möchte ich diesen auch in der Zeit nach Corona beibehalten", sagte Benjamin Peer. Er selbst zeichnet für die Auslieferung der Waren verantwortlich und bedient den näheren Umkreis von Matrei sowie speziell seine Heimatgemeinde Navis. Im Schnitt hat er zuletzt täglich rund 15 Kunden angefahren!
Über sein "Peer Onlinemarketing" hat der Juniorchef übrigens eine weitere interessante Aktion am Laufen: "Touristiker können sich bei mir für einen kostenlosen Online-Marketingcheck melden. Ich lebe selber vom Tourismus und möchte, dass es auch den Hoteliers und Gastronomen gut geht. Mit dieser gratis Überprüfung diverser Einstellungen können wir die buchungsfreie Zeit aktiv nutzen, um später gut gerüstet wieder durchstarten zu können."

Gummibänder und Stoffe für Masken sind der Renner

Aufgeatmet hat auch Bernadette Stockhammer vom gleichnamigen Modemarkt in Steinach. Da sie auch Tabakwaren verkauft, war ihr Laden zuletzt nie ganz zu. Ihre Mode und diverse Accessiores darf sie aber erst jetzt wieder anbieten: "Es war sicher eine Durststrecke, aber nun ist dafür umso mehr los! Der Renner sind Stoffe und Gummibänder für Masken." Stockhammer selbst hat in den letzten Wochen ebenso fleißig genäht – bis auf zwei Kindermasken war am Dienstagvormittag aber bereits alles vergriffen. "Und jetzt werde ich nicht mehr dazukommen", meint Stockhammer, die bei unserem Besuch wahrlich alle Hände voll zu tun hatte. Bei ihr bekommt man allerdings weiterhin "fertige" Masken. Abschließend müssen alle Anwesenden etwas schmunzeln, denn die von der Chefin angesprochene Erfahrung, dass man die Mitmenschen damit oft nicht mehr leicht erkennt, kann inzwischen jeder bestätigen.
Detail am Rande: Einen Überblick über alle in Fulpmes derzeit geöffneten Geschäfte haben die dortigen Kaufleute zusammengestellt – zu finden ist er hier.
www.meinbezirk.at

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