Interview
Im Dienste der Gemeinschaft

Karin Grissemann beim Steinmännchen, das im Rahmen einer Jungbürgerfeier entstanden ist
  • Karin Grissemann beim Steinmännchen, das im Rahmen einer Jungbürgerfeier entstanden ist
  • Foto: Kainz
  • hochgeladen von Tamara Kainz

GR Karin Grissemann ist so etwas wie ein "Tausendsassa" in der Marktgemeinde Steinach. Es gibt nur wenige gesellschaftsrelevante Aktionen, welche von der 59-Jährigen nicht in der ein oder anderen Form mitorganisiert würden.

BEZIRKSBLATT: Frau Grissemann, Ihnen liegen vor allem die Bereiche Familie und Soziales sowie kulturelle Arbeit am Herzen.
Grissemann:
Genau. Ich bin jetzt seit 28 Jahren im Gemeinderat vertreten bzw. in den zugehörigen Ausschüssen aktiv. Das macht mir noch immer Spaß. Es gefällt mir, etwas zu bewegen. Ich komme überhaupt gerne mit Menschen zusammen, weil es mich interessiert, was die Anliegen unserer Bürger sind.
Da setzen Sie auch immer wieder an?
Ja. Die Wünsche haben sich in der langen Zeit zwar immer wieder ein wenig verändert, aber dadurch bleibt es spannend.
Audit bildet sicher einen der Meilensteine Ihres Tuns?
Richtig. Vor mittlerweile zehn Jahren war Steinach bei den ersten drei Gemeinden in Tirol, die zertifiziert wurden. Seither ist dank unserer rührigen Audit-Gruppe wirklich sehr viel passiert. Aktuell gibt es zum Beispiel eine neue Gemeindebroschüre, insbesondere für unsere neu zugezogenen Gemeindebürger. Weiters machen wir Flurreinigungen, haben einen Kräutergarten ins Leben gerufen, veranstalten Flohmärkte, haben den Pedibus eingeführt und die Kinderbetreuung ist massiv erweitert worden. All das geschieht in enger Kooperation mit dem Eltern-Kind-Zentrum, das ich ja auch mitbegründet habe und dem ich bis 2014 als Obfrau vorstand. Sehr am Herzen liegt mir außerdem das Projekt "Miteinand", Nachbarschaftshilfe für jedermann. Dazu darf ich erwähnen, dass sowohl der vormalige Bgm. Hubert Rauch als auch jetzt Josef Hautz immer ein offenes Ohr für uns hatten. Alle Bemühungen fruchten ja nur, wenn man sie gemeinsam in Angriff nimmt.
Was lief nicht wunschgemäß?
Der einzige Wermutstropfen ist, dass es bis heute nicht gelungen ist, Räumlichkeiten für einen Jugendraum zu finden. Es wäre schön, wenn wir das jetzt noch umsetzen könnten. Bei den Gemeinderatswahlen 2022 werde ich nämlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Momentan sieht es eh danach aus, als wäre endlich eine Lösung in Sicht. Die ist aber noch nicht spruchreif.
Sie sind wirklich in sehr vielen Bereichen engagiert.
Das stimmt. Wobei ich sagen muss, dass es früher mehr Unterstützung gab, wenn wir Sachen wie das Kinderfest Fabula organisiert haben. Heute fällt mir auf, dass die Leute zwar gerne kommen, aber nicht mehr so bereit sind, sich aktiv einzubringen. Es werden kaum mehr Initiativen gestartet, die Veranstaltungen immer weniger. Das tut mir schon leid, denn mit dem Zusammenkommen wird ja zugleich auch stets Zukunft gestaltet.
www.meinbezirk.at

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen