Gries
Luegbrücke: "Nein" zu Tunnellösung – mit Umfrage!

Die anstehenden Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke bei Gries bereiten vielen Kopfzerbrechen.
  • Die anstehenden Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke bei Gries bereiten vielen Kopfzerbrechen.
  • Foto: ASFINAG
  • hochgeladen von Tamara Kainz

GRIES.„Die einmalige Chance, den Verkehr im Berg verschwinden zu lassen, muss genutzt werden“, sagt Bgm. Karl Mühlsteiger.

Alles andere als zufrieden sind der Grieser Bürgermeister Karl Mühlsteiger und LA Florian Riedl nach der Besprechung mit der ASFINAG zum Thema Luegbrücke (mehr dazu weiter unten). „Es ist genau das passiert, was wir und die Bevölkerung in unseren Gemeinden als die ungünstigste aller Varianten ansehen. Anstatt die einmalige Möglichkeit zu nutzen, um nach dem Ende der Lebensdauer der Luegbrücke ein innovatives und vor allem auch für die heimische Bevölkerung entlastendes Verkehrsprojekt umzusetzen, präferiert die ASFINAG die Errichtung einer neuen Brücke. Als Vertreter der Gemeinde können wir eine solche Vorgehensweise nicht akzeptieren. Wir pochen darauf, dass die einmalige Chance, den Verkehr im Berg verschwinden zu lassen, genutzt wird“, sagt Mühlsteiger.

"Vorteile von Tunnel liegen auf der Hand"

Statt auf den Bau einer neuen Brücke drängen wir massiv auf eine Tunnelvariante. „Die Vorteile eines Tunnels liegen auf der Hand. Nicht nur aus Sicht der Bevölkerung im Wipptal, die dadurch deutlich entlastet werden könnte, sondern auch aus geologischen Gründen macht eine Untertunnelung Sinn, da damit der Padaunerberg als neuralgischer Punkt umfahren werden könnte. Auch für die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauphase würden sich durch eine solche Vorgehensweise erhebliche Vorteile ergeben“, führt Mühlsteiger ins Treffen.

Riedl: "Drüberfahren ist keine Option!"

Der Steinacher LA Florian Riedl schlägt in dieselbe Kerbe. „Die ASFINAG hat meines Erachtens nicht die beste, sondern die für sie einfachste aller Varianten zur Umsetzung vorgeschlagen. Dass die Sorgen und die Ängste der Einwohner des Wipptals mit dem Bau einer neuen Brücke einfach beiseitegeschoben werden, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wir dürfen diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen. Jeder Meter Tunnel hilft, die Belastung für die Menschen im Tal zu reduzieren“, sagt Riedl. Er fordert die ASFINAG deshalb auf, gemeinsam mit der betroffenen Bevölkerung in einen offenen und transparenten Diskussionsprozess einzutreten. Einfach über die Menschen drüberzufahren, dürfe keine Option sein, macht Riedl deutlich.

ASFINAG: "Neubau ist Bestvariante"

Die ASFINAG hatte dem Grieser Bgm. Karl Mühlsteiger die Ergebnisse der Variantenstudien zur Generalerneuerung der Luegbrücke präsentiert. Klares Fazit: "Der Neubau der Brücke ist die Bestvariante und wird so umgesetzt."

"Intensive Begutachtung"

In einem mehrjährigen Planungsprozess hätte man unterschiedlichste Verkehrslösungen untersucht, diese genau gegenüber gestellt und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Maßnahmen intensiv abgewägt, hieß es dazu seitens der ASFINAG. So wurden etwa reine Tunnellösungen, Brückenvarianten sowie eine Kombination von Brücke und Tunnel begutachtet. "Die Vorteile des Brückenneubaus liegen klar auf der Hand. Sowohl für die Gemeinde als auch für die Verkehrsteilnehmenden gewährleisten wir damit, dass wir die Brennerautobahn in diesem Bereich für die Zukunft fit machen werden – und das ohne massive Verkehrsbeeinträchtigungen", erklärten die Geschäftsführer Alexander Walcher und Stefan Siegele.

"Reihe von Vorteilen"

Nach derzeitigem Stand sollen die ersten Vorarbeiten 2021 beginnen. Für die ASFINAG ist der Brückenneubau trotz der Proteste des Grieser Ortschefs "die einzig machbare Variante". Als Vorteile einer neuen Brücke wird neben "keinen massiven Verkehrsbehinderungen" auf "weniger Ausweichverkehr durch die Gemeinden" – etwa durch Fahrten mit Ausbruchsmaterial – und später eine insgesamt höhere Verkehrssicherheit durch die Errichtung von beidseitigen Pannenstreifen verwiesen. Eine Infoveranstaltung für die Bevölkerung soll noch heuer stattfinden.
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