Fulpmes
"Man kann nicht zuviel tun"

Mit der eigens installierten Gemeindeeinsatzleitung sei man in Fulpmes für die aktuellen Herausforderungen sehr gut aufgestellt, betonen die Verantwortlichen.
  • Mit der eigens installierten Gemeindeeinsatzleitung sei man in Fulpmes für die aktuellen Herausforderungen sehr gut aufgestellt, betonen die Verantwortlichen.
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FULPMES.Die Marktgemeinde Fulpmes hat in der jetzigen Corona-Krise eine eigene Gemeindeeinsatzleitung eingerichtet. Wir haben Amtsleiter Johannes Ellmerer gefragt, wie das Ganze im Detail aussieht.

BEZIRKSBLATT: Wann, auf wessen Initiative hin und mit welchem Zweck wurde in Fulpmes die Gemeindeeinsatzleitung installiert?
Ellmerer: Zwei unserer Gemeindemitarbeiter nahmen bereits vor zwei Jahren an einer Gemeindeeinsatzleitung-Schulung teil, um für Krisen- und Katastrophenfälle vorbereitet zu sein. Hierbei wurden auch schon Übungen, z.B. mit der FF Fulpmes, abgehalten. Auf mein Anraten hin berief der Bürgermeister nun erstmalig in Fulpmes eine Gemeindeeinsatzleitung ein. Ziel war es Informationen auszutauschen, eine professionelle Kommunikation auf die Beine zu stellen, die einzelnen betroffenen Einrichtungen miteinander zu vernetzen und bestmöglich zu unterstützen. Dadurch entstanden in Fulpmes mehrere Initiativen: eine gemeinsame Notbetreuung von Kindergarten, Kinderkrippe und Schülerhort, der Besorgungsdienst für Risikogruppen, ein Buchlieferservice, eine Fulpmer-Sorgen-Hotline usw. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren sehr positiv und uns als Marktgemeinde ist eine professionelle Vorgangsweise sehr wichtig.

Wer aller gehört diesem „Krisenstab“ an, wie oft tagt man und wer trifft die Entscheidungen?
Die Gemeindeeinsatzleitung hat sich am Beginn der Corona-Pandemie zweimal in voller Besetzung getroffen. Beteiligt in dieser Einsatzleitung sind unter Vorsitz des Bürgermeisters der Gemeindevorstand, der Sprengelarzt, die Blaulichtorganisationen, die Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen, das Wohn- und Pflegeheim Vorderes Stubai, Gesundheits- und Sozialsprengel, StuBay und das Kommunikationsteam der Marktgemeinde Fulpmes. Zur Vorsicht wurde dann auf kleine Sitzungen, Telefon- und Videokonferenzen umgestellt. Wir sind laufend miteinander in Kontakt. Politische Entscheidungen trifft nach wie vor die Gemeindeführung. Koordinierung und Kommunikation übernimmt das kleine Kernteam, bestehend aus Bgm. Robert Denifl – mit dem wir telefonisch in Kontakt stehen – Bauhofleiter Franz Voglbauer, Petra Tembler und mir. Unterstützt werden wir von den Gemeinderäten Fabian Muigg und Manfred Witsch. Dieses kleine Einsatzteam, das sich täglich im Rathaus trifft, garantiert die Handlungsfähigkeit der Marktgemeinde.

Welche Maßnahmen hat die Marktgemeinde Fulpmes ergriffen, die andere Gemeinden nicht gesetzt haben bzw. nicht von anderen Stellen (Bund, Land) vorgegeben sind?
Zum Schutz der Mitarbeiter und der Bevölkerung haben wir Gemeindeinfrastruktur wie Vereinslokale, die die Marktgemeinde Fulpmes zur Verfügung stellt, die Sportplätze, Spielplatz, Kletterhalle, Eltern-Kind-Zentrum, Computeria, Bücherei, Gemeindesaal etc. bereits am 13. März geschlossen. Es wurde auch der Parteienverkehr im Rathaus eingeschränkt. Mit der Einberufung der Gemeindeeinsatzleitung war man immer gut vorbereitet auf die Maßnahmen von Bund und Land und hat eine weitgehend problemlose Umsetzung garantiert. Dies blieb auch in anderen Gemeinden nicht unbemerkt, mit denen wir uns immer wieder über unsere Vorgehensweise ausgetauscht haben. Zudem war es uns wichtig eine gute Kommunikation auf die Beine zu stellen, um die Bevölkerung laufend zu informieren. Das bedeutet neben Social Media und Homepage, auch bisher zwei Postwürfe, die wir jeweils über das Wochenende erarbeitet haben.
www.meinbezirk.at

Autor:

Tamara Kainz aus Stubai-Wipptal

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