Fulpmes
Laute Diskussionen um stilles Örtchen

Viel Kritik gab es am Dienstag für Robert Denifl's Idee, neben der bestehenden öffentlichen Toilettenanlage ein selbstreinigendes Klo aufzustellen.
  • Viel Kritik gab es am Dienstag für Robert Denifl's Idee, neben der bestehenden öffentlichen Toilettenanlage ein selbstreinigendes Klo aufzustellen.
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  • hochgeladen von Tamara Kainz

UPDATE: AM FREITAG, 2. OKTOBER, WURDE SEITENS MEHRERER GEMEINDERÄTE AUFSICHTSBESCHWERDE GEGEN BGM. ROBERT DENIFL EINGEBRACHT. AM SAMSTAG KAM ES AUSSERDEM ZU EINER FRAGWÜRDIGEN AKTION GEGEN DEN BÜRGERMEISTER. Mehr dazu erfahren Sie hier.

FULPMES. In Fulpmes soll neben das Klo ein Klo kommen. Dabei regt nicht nur das Vorhaben an sich auf. Heftige Kritik gibt es auch am 50.000 Euro teuren Alleingang des Bürgermeisters.

"Es kursieren Gerüchte, denen zufolge die Gemeinde neben der öffentlichen Toilettenanlage beim Pavillon ein weiteres Klo errichtet. Was ist dran? Wo ist der Beschluss und wie sieht die Finanzierung aus?", wollte Robert Meyer (Gemeinsame freie Bürgerliste Fulpmes-Medraz FPÖ) in der Gemeinderatssitzung am Dienstag von Bgm. Robert Denifl (Bürgermeisterliste) wissen. Der Ortschef erklärte: "Mit der bestehenden, öffentlichen WC-Anlage haben wir nichts als Probleme. Sie ist ständig verschmutzt, was laufend zu Beschwerden führt. Das ist so nicht mehr zu handeln."

Erst eine Viertel Million investiert

Irgendwann sei ihm "die Hutschnur gerissen", so Denifl weiter. Er hat jetzt eine selbstreinigende Toilette – ähnlich jener, wie sie am Fulpmer Bahnhof zu finden ist – bestellt. Diese soll nun neben der bestehenden WC-Anlage platziert werden, welche die Gemeinde erst vor wenigen Jahren für gut 250.000 Euro errichtet hat. "Dieses neue Klo spült den gesamten Raum und tauscht die Luft. Das wird eine tolle Sache", betonte der Bürgermeister. Dieser Meinung konnten sich allerdings nur wenige anschließen.

Kein Beschluss

Neben viel Kritik am Standort und der scheinbar unmöglichen besseren Organisation der Reinigung der vorhandenen Toilettenanlage richtete sich diese insbesondere gegen Denifls Alleingang. Weil die "Veranstaltungsbetriebe zuletzt gut gewirtschaftet" hätten, will der Bürgermeister die notwendigen 50.000 Euro aus dem dort vorhandenen Plus von 70.000 Euro finanzieren. Das jedoch ohne Beschluss. Überhaupt wurde das zuständige Gremium – der Verwaltungsausschuss für die Veranstaltungsbetriebe – weder mit der Causa befasst, noch über die geplante Anschaffung informiert.

Vorbei am Gremium

Ausschussobmann Peter Gleinser (Gemeinsam für Fulpmes) stellte auch deshalb eine "Schnapsidee" in den Raum und schlug sogar vor, den Ausschuss aufzulösen. Das ist rechtlich allerdings nicht möglich. Was aber möglich sein dürfte ist, dass Roman Krösbacher (Bürgermeisterliste) aus selbigem austritt: "Als ich von dem Vorhaben gehört habe, dachte ich, mir haut's das Heu vom obersten Schober herab! Ich bin damit in keinster Weise einverstanden und trage das sicher nicht mit! Und ich möchte mich dafür im Dorf auch nicht rechtfertigen müssen und trete deshalb aus dem Ausschuss zurück."

Wogen gingen hoch

Meyer bewertete die Aktion mit "unterste Schublade" und Vizebgm. Hans Deutschmann (Gemeinsam für Fulpmes) sprach ebenfalls von einer "äußerst fragwürdigen Vorgangsweise". Konkreter wurde Fabian Muigg (Gemeinsam für Fulpmes): "Ich weiß gar nicht, ob das rechtens ist, dass man derart am zuständigen Gremium vorbei agiert? Es gab schon um das vorherige WC Diskussionen und jetzt soll ein neues für 50.000 Euro hingestellt werden? Da hätten wir viel Reinigungspersonal einstellen können!"

Aufstellung ist fix

Denifl nahm die Aussagen ohne sich weiter zu rechtfertigen hin und bestätigte abschließend lediglich noch, dass eine Rückabwicklung des Kaufs nicht mehr möglich sei und das vollautomatische Klo kommen wird.
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