ÖBB buttert Millionen in Brennerbahnsanierung

Die Generalsanierung der Brennerbahn im Jahr 2012 wirft ihre Schatten voraus.

WIPPTAL (gstr). Auf Hochtouren laufen derzeit die Planungen der ÖBB für die Sanierung der Brennerbahnstrecke zwischen Innsbruck und dem Bahnhof Brenner. Nach langen Verhandlungen mit den Anrainergemeinden haben die ÖBB im vergangenen Jahr mit Eisenbahnexperten mehrere Sanierungsvorschläge erarbeitet. Schlussendlich wurde die Grundsatzentscheidung für die „1-3-6“ Variante getroffen. Ab 6. August wird die Bahnstrecke für rund einen Monat für den gesamten Zugverkehr gesperrt. Für drei Monate steht aufgrund eingleisiger Teilabschnitte eine eingeschränkte Infrastruktur zur Verfügung. Etwa die Hälfte der täglich 240 Züge können in dieser Zeit geführt werden. Zusätzlich wird an sechs Wochenenden bis Ende September der Zugverkehr eingestellt. Von den ÖBB wird rund 55 Mio. Euro investiert.

Infrastruktur erneuern
Die ÖBB haben in den letzten Jahrzehnten laufend in die Brennerstrecke investiert. Die hohe Belastung mit schweren Güterzügen sowie die Topografie machen nach 30 Jahren eine Generalüberholung erforderlich. So werden ab 11. Juni insgesamt 26 km Streckengleise generalsaniert. Dabei werden über 57 km Schienen, 46.000 Bahnschwellen und bis zu 130.000 Tonnen Gleisschotter und Baumaterial verarbeitet. Allein Schienen, Schwellen, Schotter und Baumaterial würden einen Güterzug von 55 km Länge füllen. „Das entspricht ungefähr der Strecke Innsbruck – Brenner und zurück“, so der Regionalleiter für die Infrastruktur in Tirol, Robert Huber. Auf einer Länge von vierzehn Kilometer wird der komplette Untergrund saniert. Auf weiteren 20 km Länge werden umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen umgesetzt. An zwei Bahntunnels (Jodoker- und Stafflachtunnel) wird auf 600 Meter Länge eine aufwendige Gewölbeerneuerung durchgeführt. Die 20 Meter lange und 120 t schwere Vikarbachbrücke bei Schönberg wird komplett erneuert. Saniert werden mehrere Stützmauern sowie die Energieversorgung entlang der Bahnstrecke, um für die Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Zudem werden die Sicherheitsmaßnahmen in den Bahntunnels verbessert. Dabei werden Beleuchtungen und Orientierungshilfen installiert. Insgesamt wird die Strecke technisch saniert, um den zu erwartenden Zugverkehr der nächsten Jahre problemlos bewältigen zu können. Für die Fahrgäste wird in der Zeit der Totalsperre ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Dies wird vor allem den Nahverkehr betreffen. Für den Güterfernverkehr werden während der kompletten Bauzeit Umleitungen angeboten.

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