Wipptal
Planungsverband im Kampf gegen den Wolf geeint

Im Wipptal will man sich dem Wolf nicht kampflos geschlagen geben.
  • Im Wipptal will man sich dem Wolf nicht kampflos geschlagen geben.
  • Foto: Pixabay/Alexas_Fotos (Symbolbild)
  • hochgeladen von Tamara Kainz

WIPPTAL.Planungsverband Wipptal fordert geschlossen "endlich effektive Maßnahmen zu einem 'Wolfsmanagement' des Landes Tirol" ein!

"So kann es nicht weitergehen!", findet der Naviser Bgm. Lukas Peer klare Worte zur Wolfsproblematik in seiner und anderen Gemeinden (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung des Planungsverbandes haben er und alle weiteren Bürgermeister des Wipptals daher einstimmig beschlossen, eine gemeinsame Petition zu starten. "Wir fordern, dass eine kontrollierte Entnahme von Wölfen ermöglicht wird", umreißt Peer die Kernbotschaft. Diese wurde in ein Schreiben gepackt, das demnächst dem Land Tirol übermittelt wird.

Nutztiere kein Wolffutter

Darin ist neben der Schilderung der Ist-Situation – viele Wölfe und dutzende Risse im ganzen Land – unter anderem auch angeführt, dass man eine Rudelbildung und Seßhaftwerdung der Raubtiere befürchtet. "Das würde nicht nur das Ende der Almwirtschaft, sondern auch das Ende von Jagd, Tourismus und Freizeitwirtschaft bedeuten", halten die Ortschefs fest. Kritisiert wird außerdem der hohe, internationale Schutzstatus des Wolfes: "Dieser bindet uns praktisch die Hände!" Und weiter heißt es: "Wenn den Landwirten/Schafbauern nicht geholfen wird, werden sie geradezu in die Illegalität gedrängt – niemand darf von den Bauern verlangen, dass sie ihr Vieh als Wolffutter zur Verfügung stellen! Abschließend führen die Wipptaler Bürgermeister noch etliche Gründe an, warum Herdenschutzmaßnahmen bei uns kaum bis nicht funktionieren können.

"Geben sicher nicht kampflos auf!"

Freilich wissen die Wipptaler Gemeindevertreter, dass der Kampf gegen den Wolf ein schwieriger ist. Sie wollen sich aber nicht so leicht geschlagen geben: "Wir bleiben dran und wir werden weiter Druck machen. Vielleicht schließen sich unserem Anliegen auch noch andere Planungsverbände im Land an, dann hätte es noch mehr Gewicht. Einfach wird's sicher nicht, aber kampflos aufgeben, werden wir gewiss auch nicht", so Peer. Er verweist abschließend noch darauf, dass etwa Finnland vorzeigt, wie die Problematik besser geregelt werden könnte. Dort nämlich dürfen Wölfe zum Schutz der Rentierherden durchaus gezielt entnommen werden.
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